Pilgerpfad zum Adam’s Peak

Wir hatten ja schon kurz vom Aufstieg auf den Adam’s Peak und dem Sonnenaufgang berichtet, aber die ganze Geschichte folgt hier:

Der Plan war ja, schon früher zu Bett zu gehen, um doch auch ein paar Stunden zu schlafen, aber der Plan sollte so nicht aufgehen. Wobei ich dann trotz Lautsprecherlärm eingeschlafen bin und von den Hunden (Juli berichtete im vorherigen Artikel) nichts mitbekommen habe. Als der Wecker anging, hatte ich etwa 4,5 Stunden geschlafen und war daher auch noch sehr müde. Juli hatte noch viel weniger Schlaf, aber es half nichts – wir wollten ja hoch hinaus. Viertel 3 waren wir so weit und sind dann los. Ein Asiate, der mit uns im Green House gestartet war, hängte uns schnell ab. Wir haben ihn auch oben nicht noch mal gesehen.

Zunächst war der Anstieg noch recht gemächlich. Immer, wenn Platz war, standen rechts und links vom Weg Verkaufsbuden, die auch zum Teil schon geöffnet hatten. Angeboten wurden allerlei Sachen, hauptsächlich Getränke, aber auch Knabbereien, Süßigkeiten und Spielzeug. An einer Stelle teilte sich der Weg, aber ein Einheimischer half den „richtigen“ Weg zu finden. Kurz darauf wurde man gebeten, sich in eine Liste einzutragen und einige Rupees zu spenden. Wofür auch immer!? Wir meinten nur, dass wir auf dem Rückweg spenden würden. 😉 Da kam dann die Antwort, dass er dann nicht mehr da wäre. Oh, schade! 😉 Letztendlich wären beide Wege richtig gewesen.

Wir kamen dann noch an einem liegendem Buddha vorbei, mussten durch einen Torbogen und über mehrere Brücken gehen.

Der gesamte Weg ist mit Leuchtstofflampen erhellt, die mitgenommen Taschenlampen waren also vollkommen zweckfrei. Man kann immer mal anhand der weißen Lichter den Weg verfolgen, der noch vor einem liegt. Am Ende ist ein gelbes Licht zu sehen – das ist, wie wir jetzt wissen, das Ziel. 🙂
Der Berg ist für Buddhisten, Hinduisten, Muslime & Christen eine Pilgerstätte (siehe auch diesen interessanten Wiki-Artikel) & uns kamen ausgesprochen viele Muslime entgegen. Darunter waren viele Ältere, die den Aufstieg scheinbar auch geschafft haben. Einige liefen sogar barfuß, was wir ziemlich krass fanden.

Mit uns nach oben waren auch ganz verschiedene Leute unterwegs – verschiedene Nationen, verschiedenes Alter, verschieden große Gruppen. Einige hatten nur kurze Sachen an, was im Tal auch kein Problem ist, aber auf dem Berg wird es richtig kalt und vor allem windig. Das hatten wir schon im Reiseführer gelesen, aber auch in der Beach Hut hatten uns die Dänen Emanuel und Charlotte geraten, alles an warmen Sachen mitzunehmen, was wir haben (sogar Handschuhe). Das haben wir auch so gemacht, abgesehen von Handschuhen (die haben wir nicht mit), und wir haben die Sachen auch gebraucht. Zuletzt hatte ich (neben Unterwäsche) eine lange Hose, darunter meine Schlafanzughose, die Wanderschuhe und obenrum ein T-Shirt, ein Langarmshirt, einen Pullover und eine winddichte Regenjacke an. Bei Juli war es ähnlich und die Sachen waren auch nötig.

Das Intervall für die Pausen wurde mit zunehmender Höhe immer kürzer, die Dauer der Pausen dagegen immer länger. Je weiter man kommt, desto steiler werden die Treppen. Auch sind die einzelnen Stufen sehr verschieden, unterschiedlich hoch und tief, aber auch aus verschiedenen Materialien usw., was den Aufstieg sehr anstrengend macht. Nach etwas über 3 Stunden, gegen 5:30 Uhr, hatten wir es endlich geschafft. 🙂
Wir haben uns erst mal etwas umgesehen und es war alles voller Menschen. Eigentlich gibt es hier oben in einem Tempel noch ein Fußabdruck zu sehen, der je nach Religion von Buddha, Shiva, Adam oder dem Apostel Thomas stammen soll, aber ich hatte nicht den Nerv, mich durch die Menschenmassen zu kämpfen, um in den Tempel zu kommen. Juli ging es da ganz ähnlich und schließlich ging es auch schon bald los mit dem Sonnenaufgang. Wir haben uns also lieber einen guten Stehplatz gesucht und standen dann direkt an der Treppe nach unten, wo wir auch einen Absatz für unser Ministativ nutzen konnten. Das war ideal.

Es füllte sich dann sehr schnell um uns herum und wir waren froh diesen Platz zu haben, so konnten wir den Sonnenaufgang sehr gut beobachten und einige Bilder machen. Auch hier war es wie immer, erst lässt die Sonne auf sich warten, aber wenn sie dann über den Berg guckt, dann ist sie richtig schnell. 😉

Nun dauerte es auch nicht mehr lange und alle (!) wollten auf dem schmalen Weg wieder runter. Die ersten Meter ging es daher auch nur sehr langsam voran, aber irgendwann wurde der Weg breiter und der Stau löste sich auf.

Es gab auch immer wieder wunderschöne Aussichten, so dass wir einige Male anhielten, um Bilder zu machen, aber insgesamt mussten wir uns etwas beeilen, da wir noch den Zug nach Colombo schaffen wollten.

Auf dem Rückweg hab ich mit der APP Meine Tracks eben einen solchen erstellt. Der Link folgt ganz am Ende.

Schon während des Abstiegs war zu spüren, dass diese Wanderung uns noch einige Tage schmerzhaft in Erinnerung bleiben würde, aber das war uns egal. Es war einfach nur toll!

Nach knapp 2 Stunden, gegen 8:30 Uhr, waren wir wieder zurück in unserer Unterkunft.

 

Auf dem Rückweg erstellter Treck:
Name: Hatton-Nallathanniya Sri Pada Footpath

https://docs.google.com/file/d/0B9sb3rpzlV1BMk94NkMzMHpxV0E/edit?usp=drivesdk

Erstellt von Google Meine Tracks auf Android

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