Flug & Ankunft in Kuala Lumpur

Der Flug nach Kuala Lumpur (meist nur KL genannt) verlief sehr gut & ziemlich unspektakulär. Neben uns saß ein Japaner, mit dem wir uns recht angeregt unterhielten. Er war bereits seit 2 Monaten unterwegs & versuchte anscheinend, in jedem Land, das er bereist(e), innerhalb von 2 Wochen so viele Sehenswürdigkeiten wie möglich abzuklappern. Ein ganz anderer Anspruch als bei uns, aber nicht minder interessant. Auf die Frage, wie lange er denn noch reisen möchte, antwortete er mit einem Lächeln: „Bis ich müde werde.“ Nicht schlecht! Er selbst hatte noch keine Unterkunft in KL gebucht, daher schlug ich ihm vor, sich uns anzuschließen.

Am Flughafen angekommen, mussten wir erst mal alle in einer seeehr langen Schlange zur Passkontrolle bei den Immigration Officers anstehen. Glücklicherweise wurden immer mehr Posten besetzt, so dass wir letztlich wohl nur eine halbe Stunde angestanden haben. In der Zeit unterhielten wir uns noch mit einem älteren australischen Ehepaar, die laut eigener Aussage jedes Jahr 6-8 Wochen reisen & häufig über KL fliegen. Sie gaben uns noch ein paar Tipps, wo wir die Bus-Shuttles finden, und insbesondere der Japaner fragte sie nach ihren (bisherigen) Reisezielen aus.

Beim Immigration Officer ging dann alles ganz fix & entgegen unseren Erwartungen (& dem, was wir auf der Homepage des Auswärtigen Amts im Vorfeld gelesen hatten) mussten wir keine Fingerabdrücke abgeben (wie sonst alle anderen um uns herum)?! Wie auch immer – wir bekamen einen neuen Stempel in unseren Pass & anschließend suchten wir einen Bankautomaten auf, um uns mit Ringgit zu versorgen. An einem stand bereits, dass er gerade „out of service“ sei, den anderen testeten wir – er spuckte aber leider weder Geld noch Quittung aus. 😦 Eine Frau des Reinigungspersonals gab uns dann zu verstehen, dass dieser Automat nicht funktionieren würde. Hmm, was nun? Direkt nebenan war eine Wechselstube. Also kratzten wir 50 Euro zusammen, um diese zu tauschen (Traveller Cheques wollte der gute Mann nicht, nur Bares). Wir brauchten ja ein bisschen Geld, um noch eine Prepaid-SIM-Karte zu besorgen, in die Stadt zu fahren & die erste Unterkunft zu bezahlen. In der Nähe waren auch ein paar SIM-Karten-Anbieter, bei denen reger Betrieb herrschte. Wir entschieden uns für Digi & erhielten eine SIM-Karte mit 1,3 GB Datenvolumen für 25 Ringgit (1 Monat gültig; 1 Ringgit sind umgerechnet etwa 0,24 Euro). Außerhalb der Ankunftshalle gab es dann doch noch ein paar Bankautomaten, so dass wir dort schließlich doch noch Geld abheben konnten. Anschließend machten wir uns – mit dem Japaner im Schlepptau – auf den Weg zu den Bus-Shuttles.

Im Vorfeld hatten wir recherchiert, dass wir mit dem Star Shuttle bis nach Chinatown (Haltestelle Puduraya/Pudu Sentral) fahren könnten, wo wir auch unsere Unterkunft (Backpacker’s Travellers Lodge) reserviert hatten. Das Star Shuttle um 23 Uhr hatten wir leider gerade um etwa 15 Minuten verpasst, das nächste würde erst 0 Uhr fahren. Wir hatten also noch Zeit, konnten uns Wasser besorgen & eben warten. Der Bus stand bereits da, die Tickets erstanden wir schließlich kurz vor Abfahrt bei einem (etwas unmotivierten) Star-Mitarbeiter (8 Ringgit pro Person).

Auffällig fanden wir es, dass wir mal nicht umringt & bedrängt wurden, sobald wir nach draußen kamen. Die Taxifahrer waren sehr zurückhaltend & akzeptierten sofort ein „No, thank you.“ Das empfanden wir als doch sehr angenehm – zur Abwechslung mal ohne Diskussionen umherlaufen. 😉

Unser Bus fuhr pünktlich 0 Uhr los. Bis Chinatown sollte es etwa 1,5 Stunden dauern. Ich hatte noch nicht erwähnt, dass der Internationale Flughafen von KL zwei Terminals hat: das KLIA-Terminal (Kuala Lumpur International Airport) und das LCCT (Low Cost Carrier Terminal). Da wir mit einer Billig-Airline geflogen sind, kamen wir am LCCT an. Von dort aus fuhr der Bus zunächst das andere Terminal an (Luftlinie sind die Terminals etwa 1 km auseinander, über die Straße sind es etwa 20 km) & anschließend in die Innenstadt.

Schon auf der Fahrt in die Stadt fielen uns die Unterschiede zu Sri Lanka auf – hier in Malaysia gab es große, gut ausgebaute & beleuchtete Autobahnen, der Bus hatte Klimaanlage, die Sitze waren bequem & auch sonst wirkte alles viel moderner & größer. Kurz vor halb 2 kamen wir an unserer Haltestelle an, stiegen aus & wurden diesmal direkt von mehreren Taxifahrern in Empfang genommen. 😉

Der Japaner (leider haben wir seinen Namen nicht erfragt) hatte einen sehr großen Koffer dabei, was recht unpraktisch ist, wenn man durch Straßen & Gassen laufen will. Daher hatten wir uns geeinigt, uns ein Taxi zur Unterkunft zu teilen. Der Preis war zwar unverschämt hoch (20 Ringgit), aber wir wussten es erst mal nicht besser (zu wenig Vorbereitung!). Unsere Rucksäcke & der Koffer des Japaners passten übrigens nur aufrecht stehend in den Kofferraum – dass die Klappe demzufolge offen bleiben musste, war dabei überhaupt kein Problem. 😉

Ich hatte bei der Recherche nach der Unterkunft gelesen, dass die Backpacker’s Travellers Lodge (BTL) über der Reggae Bar liegt – dort setzte uns der Taxifahrer auch ab (die kannte er nämlich) & da war gerade groß Party & Disco. Wir liefen also zunächst die 2 Etagen hoch (inzwischen war es 2 Uhr morgens) & erklärten dem Mann an der Rezeption, dass wir hier ein Doppelzimmer reserviert hätten. Er gab uns daraufhin zu verstehen, dass sie gerade ein Problem hätten (mal abgesehen von der unheimlichen Lautstärke, die von unten aus der Reggae Bar nach oben drang & man kaum sein eigenes Wort verstand) – es gäbe derzeit kein Wasser (Duschen & Toiletten funktionierten also gerade nicht). Oh je. 😦 Na ja, das Zimmer konnten wir uns dennoch mal ansehen & danach entscheiden. Der Japaner sah sich im Dorm (Schlafsaal) um & dann berieten wir uns noch mal gemeinsam. Wir kamen zu dem Schluss, dass wir (Nico & ich) uns doch noch weiter umsehen. Wir hatten dringend eine Dusche nötig & eine funktionierende Toilette wäre auch nicht schlecht.

Schräg gegenüber ist das Wheeler’s Guest House – hier wollten wir unser Glück versuchen. Der Japaner kam auch noch mit, ließ sein Gepäck aber in der BTL stehen. Wir gingen also zum Wheeler’s & erkundigten uns nach einem Zimmer. Der Japaner wollte gern im Schlafsaal unterkommen, allerdings war der hier bereits voll. Es gab nur noch freie Doppelzimmer – ha, Glück für uns! Und hier funktionierten auch Dusche & Toilette. Traumhaft! Die Reservierung für die BTL war damit zwar hinfällig (& völlig überflüssig), aber egal. Der Japaner musste nur leider doch wieder in das andere Guesthouse (ein DZ wollte/konnte er sich nicht leisten) – wir wissen leider nicht, was aus ihm geworden ist, da wir ihm nicht noch einmal begegnet sind.

Wir sahen uns zunächst noch das Zimmer an & nahmen es dann. Es war ein ziemlich kleines Zimmer mit Fenster (zum Gang!), dafür war es aber angenehm ruhig & wir würden eine Mütze (oder zwei 😉 ) voll Schlaf bekommen. Und für 40 Ringgit pro Nacht (umgerechnet weniger als 10 Euro) konnte man auch nicht meckern.

Unser Zimmer (Nr. 1212) im Wheeler's

Unser Zimmer (Nr. 1212) im Wheeler’s

Puuh, wir hatten es also geschafft – wir waren in KL angekommen. 🙂

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3 Antworten zu Flug & Ankunft in Kuala Lumpur

  1. icke schreibt:

    Hui, is das Bett auch groß genug und vor allem lang genug für Euch ;)?!

  2. icke schreibt:

    fein :).

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