Aufenthalt in KL

Die ersten 2 Tage in KL haben wir mehr oder weniger gar nichts gemacht – uns taten sooo sehr die Beine weh, das glaubt man kaum! Besonders Abstiege (egal, ob mit oder ohne Stufen) waren eine Qual – die Waden schmerzten ohne Ende. Wie lange würden wir denn noch mit den Nachwirkungen vom Adam’s Peak zu kämpfen haben? Wir wagten uns nur vor die Tür, um mal eine Runde in Chinatown über den „Chinese Night Market“ zu laufen & irgendwo einzukehren, um etwas zu Abend zu essen. Außerdem haben wir einen Wasch(nachmit)tag eingelegt. 🙂

 

Und ansonsten schrieben wir ein paar Beiträge für unseren Blog. 😉 Unseren Aufenthalt im Wheeler’s verlängerten wir jedes Mal um 1 oder 2 Nächte – das ging immer ganz problemlos. Wir hatten zwar überlegt, noch die Unterkunft zu wechseln, aber so richtig motiviert waren wir nicht. Unser Zimmer war ja okay. Das Frühstück, das inklusive war, bestand zwar lediglich aus (ungetoastetem) Weizentoast, (salziger) Butter & einem undefinierbaren (süßen) Aufstrich – aber um die Ecke gab es eine Bäckerei, in der sehr süße Teilchen (Mini-Tartes) mit verschiedenen Füllungen verkauft wurden. Man verhungert also nicht – auch wenn man das Frühstück im Wheeler’s ausfallen lässt. 😉

Am 3. Tag starteten wir dann endlich einen größeren Ausflug (zu Fuß!) zum Central Market (große Markthalle mit vielen kleinen Ständen & Geschäften), zum Dataran Merdeka bzw. Merdeka Square (dem Unabhängigkeitsplatz) & in die Lake Gardens.

Auf dem Merdeka Square befindet sich neben einem 100 m hohen Flaggenmast ein Cricket-Feld, unterirdisch ist hier ein kleines Einkaufszentrum (klimatisiert natürlich!) zu finden. Und daneben steht das am häufigsten fotografierte Gebäude von Kuala Lumpur: das Sultan Abdul Samad Building. Sowieso sind hier viele gut erhaltene Gebäude aus der Kolonialzeit zu sehen: Textilmuseum, City Gallery, Theater usw.

An der City Gallery hatten wir ein recht witziges Erlebnis: Neben dem Gebäude steht in großen Buchstaben „I love KL“ – ein beliebtes Fotomotiv. Um hier ein Foto zu machen, ist extra eine Markierung zum Anstellen aufgezeichnet & abgesperrt. Wir hatten uns (mehr zufällig) dorthin gestellt, um auch ein Foto zu machen. Da kamen von links aus der City Gallery ein paar andere Touris & stellten sich vor uns, um selbst Fotos zu schießen. In dem Moment war plötzlich von rechts schrilles Trillerpfeifen zu hören & ein Mann in Uniform gestikulierte wild, dass sich die anderen doch bitte hinter uns anstellen mögen. Da haben wir nicht schlecht geguckt! Hier wird sogar der „Verkehr“ fürs Fotografieren geregelt. 😀

P1050847aNachdem wir uns danach mit Wasser versorgt hatten (temperaturmäßig unterschied sich KL nicht von Sri Lanka 😉 ), liefen wir zu den Lake Gardens. Dort wollten wir in den Schmetterlingspark & in den Orchideengarten. Außerdem gab es hier noch einen großen Vogelpark, einen Hibiskusgarten, einen Rotwildpark, ein Polizeimuseum, eine große Moschee, ein Planetarium usw.

Der Eintritt in den Schmetterlingspark kostete 20 Ringgit pro Person – nicht ganz günstig, aber auf jeden Fall seinen Preis wert. Hier haben wir sooo viele verschiedene Schmetterlinge sehen & fotografieren können. Sehr toll! Wir haben uns sicher 1,5 Stunden dort aufgehalten, obwohl Lufttemperatur & Luftfeuchte eher einem Dampfbad ähnelten.

Etwas fußlahm (den Muskelkater waren wir immer noch nicht los) entschieden wir uns gegen den Vogelpark. Stattdessen wollten wir nur noch den Orchideengarten ansehen. Hier ist der Eintritt kostenlos & die verschiedenen Orchideen sind wirklich schön angelegt.

Anschließend machten wir uns auf den Weg zurück zum Wheeler’s. Am späten Nachmittag hatte es an den letzten beiden Tagen immer heftig geregnet & gewittert (häufig über mehrere Stunden). So sollte es auch diesmal sein, daher legten wir einen Zwischenstopp am alten Bahnhof ein (ein sehr schönes Gebäude im viktorianischen Stil), um uns unterzustellen. Von dort aus gibt es eine Art überdachte Brücke für Fußgänger (eine sogenannte Skybridge), die u. a. zum Central Market führt. Die liefen wir entlang (gut geschützt vor dem starken Regen) & gelangten so einfach & bequem nach Chinatown.

Auf dem Stadtplan hatten wir gesehen, dass es zwei kostenlose (!) Buslinien gibt, die im Zentrum ein paar wichtige Sehenswürdigkeiten anfahren (u. a. die Petronas Twin Towers & den Fernsehturm Menara Kuala Lumpur). Mit der lilafarbenen Linie fuhren wir am nächsten Tag zum Stadtteil Bukit Bintang, um von dort aus durch die Einkaufsmeile (Wahnsinn, was es hier alles an riesigen Einkaufszentren gibt!) & wieder über eine (diesmal sogar klimatisierte!) Skybridge zum KLCC Park & den Petronas Twin Towers zu laufen. Die sind wirklich beeindruckend! Unter den Türmen befindet sich das Suria KLCC, eines der größten Einkaufszentren Malaysias (natürlich vollklimatisiert – was sonst?! 😉 ). Dort versorgten wir uns in einer Bäckerei mit ein paar Teilchen & setzten uns anschließend in den KLCC Park, um ein bisschen zu entspannen.

Am späten Nachmittag bzw. frühen Abend setzte wieder der Regen ein & wir verspürten allmählich ein Hungergefühl & machten uns auf den Weg in das Suria KLCC – dort gab es eine große „Fressmeile“, auf der wir sicher fündig werden würden. Im Simple Life wurden wir das auch – unser Essen war sehr lecker, wenn auch etwas teurer (als bspw. in Chinatown).

Im Suria KLCC

Im Suria KLCC

So langsam wurde es dunkel draußen & Nico wollte gern noch von den Petronas-Türmen Fotos machen, nur leider regnete es immer noch recht ergiebig. Wir wagten uns dennoch nach draußen, da wir auch nach der Bushaltestelle für die zweite kostenlose Linie (die grüne) suchen wollten (so ganz detailliert ist der Stadtplan einfach nicht, dass man sofort wüsste, wo genau sich die einzelnen Haltestellen befinden). Nico machte erst noch ein paar schöne Bilder & nachdem wir zunächst an der falschen Haltestelle standen & warteten, fanden wir kurze Zeit später & mit etwas Umherwandern auch noch die richtige. 🙂 Mit dieser Buslinie konnten wir nun bis zum Stadtteil Bukit Bintang fahren & dort in die lilafarbene Buslinie einsteigen, die uns bis nach Chinatown fuhr. Perfekt!

Am nächsten Tag dann (Sonntag), unserem vorerst letzten Tag in KL, wollten wir eigentlich ein paar Sachen nach Hause schicken, die wir bisher nicht wirklich gebraucht hatten oder die wir einsparen konnten & die daher nur unnötig Platz wegnahmen. Im Central Market hatten wir zwei Tage zuvor einen DHL-Stand gesehen, der mit Touri-Angeboten warb. Den steuerten wir nun an, um unser kleines Bündel Klamotten loszuwerden. Zuvor kauften wir noch ein kleines „Mitbringsel“ von KL, das auch mit in die Post gehen sollte. Wir erkundigten uns also an dem DHL-Stand, was denn unsere Post nach Hause kosten würde. Ihr werdet es nicht glauben, aber der gute Mann schlug uns 475 Ringgit (umgerechnet etwa 115 Euro) für den Versand von 3,22 kg nach Deutschland vor?! Uii, so viel waren die Sachen wahrscheinlich noch nicht mal wert. Etwas anderes als den DHL-Express-Versand hatte er leider nicht im Angebot. Schade! So schleppten wir das Zeug lieber weiter mit uns herum. 😉 Die normale Post hatte natürlich nicht offen (es war ja schließlich Sonntag), daher konnten wir kein Vergleichsangebot einholen – das machen wir dann bei unserem nächsten Besuch in KL. Wir werden berichten …

Im Central Market

Im Central Market

So liefen wir also vom Central Market aus zur City Gallery. Hier ist der Eintritt ebenfalls kostenlos & dort gibt es das größte Modell der Stadt zu sehen. Das machte uns neugierig & die Aussicht darauf, der tropischen Hitze für einige Zeit zu entfliehen (drinnen ist natürlich alles klimatisiert), klang auch verheißungsvoll. Zunächst erhält man einen kurzen Überblick über die Stadtgeschichte, danach folgte eine kleine Sonderausstellung über „typische“ Kleidung in verschiedenen Ländern (anhand von Puppen dargestellt – die deutschen Puppen waren selbstverständlich in Lederhose & Dirndl gekleidet). Über ein paar Treppen nach oben gelangten wir schließlich zum eigentlichen „Highlight“ – dem Stadtmodell (so dachten wir zumindest). Wir wurden zusammen mit ein paar anderen Touris in einen dunklen Raum geführt & sollten uns vor das Modell stellen, das wir schemenhaft erahnen konnten. Und danach begann eine gaaaanz tolle Multimedia-Show. Das Ganze dauerte vielleicht 5 Minuten, dann ging kurz das Licht an & man konnte ein paar Fotos vom eigentlichen Modell machen (vorher war das nur bedingt möglich) & dann ging das Licht wieder aus & man wurde recht deutlich nach draußen beordert, während die nächsten hereingelassen wurden. Hmm, was war das denn gerade? Okay, der Eintritt war ja frei, aber wozu war diese Show gut? Es hätte wirklich interessant sein können, weil während der Show auch ganz kurz (!) künftige Pläne zur Stadtentwicklung präsentiert wurden, aber so war das nur eine Art „Durchschleusen“ – ohne nähere Erläuterung. Danke, fertig – der Nächste bitte!

Anschließend ging es weiter in den Shop – hier setzten wir uns mal hin & nutzten das kostenlose (aber seeeehr langsame) WLAN. Nico war etwas enttäuscht von den Bildern, die er von dem Modell machen konnte, & beschloss daher, sich ein zweites Mal „durchschleusen“ zu lassen, um noch mal ein paar Fotos zu machen. 😉 Das Ergebnis seht ihr hier:

Danach liefen wir am Merdeka Square vorbei Richtung Theater (in der Nähe des Sultan Abdul Samad Building). Hier war die Straße komplett gesperrt – wir wussten zunächst nicht, aus welchem Grund, erfuhren aber später, dass für den (immer noch) vermissten Flug MH370 eine Mahnwache stattgefunden hatte. In den Tagen zuvor war mir schon aufgefallen, dass eigentlich in jedem Einkaufszentrum in KL Zettel auslagen, auf die man in Zusammenhang mit der verschollenen Boeing seine Wünsche/Hoffnungen etc. notieren & an Tafeln aushängen konnte. Hier am Merdeka Square waren außerdem große Tafeln mit Graffitis zum Thema ausgestellt.

Wir machten noch ein paar Fotos vom Theater, liefen anschließend zur Masjid Jamek (der Jamek-Moschee, 1909 offiziell eröffnet), die sich am Zusammenfluss von Gombak und Klang befindet. Da wir schon wieder etwas fußlahm waren & uns zusätzlich noch hätten verhüllen müssen, um das Gelände zu betreten, fotografierte Nico die Moschee nur von der Ferne & dann zogen wir weiter.

Nun auf der Suche nach der Haltestelle (Pudu Sentral) für das Star Shuttle zum Flughafen, das wir am kommenden Morgen nutzen wollten. Auf dem Weg dahin streiften wir das Stadtviertel Little India & gelangten kurz darauf zum Pudu Sentral. Hier war was los! Busse über Busse, Menschen über Menschen … So riesig & geschäftig hatten wir die Haltestelle gar nicht in Erinnerung (aber kein Wunder – wir waren ja mitten in der Nacht hier angekommen). Da wir uns nicht sicher waren, wo genau nun unser Bus am nächsten Morgen abfahren würde (Schilder oder Aushänge gab es natürlich nirgends), machten wir uns auf die Suche nach einem Info-Stand oder dergleichen. Auf dem Platz befindet sich u. a. auch ein sehr großes, mehrstöckiges Gebäude – hier musste sich doch eine Auskunft einholen lassen. Und so war es auch! Dieser Busbahnhof (für Fernbusse) beherbergt 22 Stationen/Plattformen im Erdgeschoss, die alle von der 1. Etage aus zugänglich sind. Auf mich wirkte das wie eine riesige Bahnhofshalle über mehrere Ebenen. In der 2. Etage befanden sich die Verkaufsschalter der verschiedenen Busgesellschaften. Nachdem wir den Star-Schalter endlich gefunden hatten, erkundigten wir uns dort, wo denn nun der Bus abfahren würde. Wir wollten am kommenden Morgen bereits mit dem ersten Bus um 3:45 Uhr fahren & nicht dann erst nach der Haltestelle suchen müssen. Es stellte sich heraus, dass er an derselben Stelle abfährt, an der wir vor einer knappen Woche auch angekommen waren – also, ein gutes Stück von dem Gebäude hier entfernt in der Nähe des Hochhauses der Maybank. Gut zu wissen!

Ach ja, hatten wir überhaupt schon erwähnt, wie wir auf die Idee mit dem Flug in den Süden Thailands gekommen sind? In der Beach Hut in Sri Lanka hatte uns das französische Pärchen u. a. erzählt, dass es auf Ko Pu auch eine ganz tolle Unterkunft gibt (namens Luboa Hut), ähnlich der Beach Hut – ein schöner Ort zum Entspannen & genau das konnten wir jetzt nach KL gut gebrauchen. Auf Dauer sind Großstädte eben doch sehr hektisch. In den Tagen zuvor hatten wir E-Mail-Kontakt mit Ann (Chefin der Luboa Hut), die uns glücklicherweise bestätigte, dass sie eine freie Hütte zu einem angemessenen Preis (400 Baht pro Nacht, umgerechnet etwas mehr als 9 Euro) für uns hätten. Die darauffolgende Suche nach günstigen Flügen von Kuala Lumpur nach Krabi war ebenfalls erfolgreich, so dass wir nicht lange zögerten & einfach buchten. Für knapp 150 Euro für 2 Personen Hin- & Rückflug inkl. Gepäck & sonstiger Gebühren & die Aussicht auf ein paar entspannte Tage auf einer einsamen Insel – wer kann da schon widerstehen? 😉

Daher hieß es an diesem Abend wieder: Rucksäcke packen, bald gehts wieder los!

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2 Antworten zu Aufenthalt in KL

  1. Pingback: Übersichtskarte Malaysia | JuNi on the Road

  2. icke schreibt:

    Ja, eine einsame Insel zum Entspannen klingt echt unwiderstehlich :)!!! Habt ihr richtig so gemacht :)!

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