Ausflug zur Ko Phi Phi

Ko Phi Phi (gesprochen: Ko Pi Pi) ist Einigen vielleicht aus dem Kinofilm „The Beach“ bekannt, der im Jahr 2000 zum Teil auf Ko Phi Phi Leh gedreht wurde. An einem Abend in der Luboa Hut ergab es sich so, dass ein Schweizer Pärchen, das ebenfalls dort wohnte, nach weiteren Interessierten für einen Ausflug nach Ko Phi Phi suchte. Dem Reiseführer war zu entnehmen, das die Inselgruppe Ko Phi Phi (bestehend aus 6 Inseln) schon vor dem Film bei Urlaubern (vor allem Tauchern) sehr beliebt war, aber seit dem Film kommen wohl noch mehr Touristen. Wir waren also gewarnt, aber wir dachten, in der Nachsaison wird es schon gehen. Da wir auch noch mal eine Tour unternehmen wollten, entschieden wir uns also dafür. Am Ende fanden sich 8 Erwachsene und 2 Kinder nur aus der Luboa Hut.

Am Samstag 9:00 Uhr sollte das Boot abfahren, d. h. wir mussten zeitig aufstehen. 😉 Unseren Rucksack hatten wir bereits am Vorabend gepackt, so dass es nach einem kurzen Frühstück auch schon (fast pünktlich) losging.

Wir hatten noch 2 weitere Gäste der Luboa Hut mit an Bord, die nur zur Fähre wollten. Da die Fähre hier nicht direkt anlegen kann, werden die Fahrgäste mit kleinen Booten bis zur Fähre gebracht. Ein Stück auf See haben sich dann mehrere Longtail-Boote versammelt, die alle Gäste für die am Horizont erkennbare Fähre an Bord hatten. Wir mussten zunächst noch etwas warten, aber als die Fähre näher kam, ging plötzlich der Run auf die Fähre los. Verrückt!

Für uns ging die Fahrt dann weiter Richtung Ko Phi Phi und nach anderthalb Stunden waren wir auch an der Hauptinsel Ko Phi Phi Don angekommen. Schon von Weitem waren viele Boote und Fähren zu sehen, aber umso näher man kam, umso besser konnte man erkennen, was hier los war. Longtail-Boote, Schnellboote, Fähren und Jachten fuhren hier wild durcheinander. Verrückt! Zwischendrin immer wieder Schnorchel- und Tauchergruppen, die um ein Schnellboot herum im Wasser schwammen. Ein Teil von uns (die Schweizer ;-)) ist hier schon ausgestiegen, um mehr Zeit auf der Hauptinsel zu haben. Wir entschieden uns, noch weiter zur zweitgrößten Insel Ko Phi Phi Leh zu fahren. Da man dort auch sehr gut schnorcheln kann, waren dorthin viele Boote unterwegs. In unserem Longtail fühlten wir uns zwischen den Schnellbooten wie in einer Nussschale. Die Wellen ließen unser Boot hin- und herschaukeln. Wir hatten richtig Spaß! 🙂

Vorbei an einer Höhle und durch eine Bucht ging es, immer zusammen mit 20 weiteren Booten (gefühlt eher 100) zu unserem ersten Schnorchelstop. Der Bootsführer hatte glücklicherweise Schnorchelsets an Bord. Wir haben es dann auch mal probiert und viele bunte Fische gesehen, darunter auch einige Papageienfische. Das Korallenriff war leider nur noch grau. Es ist in dieser Region, bedingt durch die Naturkatastrophe El Niño im Jahr 2010, mit Wassertemperaturen über 30 °C, und durch regen Tauchbetrieb stark zerstört.

Irgendwie bekommt man beim Schnorcheln trotz Schnorchel jede Menge Wasser in Mund und Nase. Gut – vielleicht haben wir da noch zu wenig Übung, aber das Wasser ist sooo salzig, dass wir nach 15 min genug gesehen (und Wasser geschluckt) hatten und zurück an Bord gingen. In der Zwischenzeit hatte der Bootsführer eine frische Ananas vorbereitet, mit der wir wieder auf einen anderen Geschmack kamen. Kurz bevor es dann weiterging, gab es auch noch für jeden ein vorbereitetes Reisgericht.

Es ging dann weiter um die Insel, vorbei an steilen Felsen und natürlich auch noch zu „dem Strand“ aus dem Film und anschließend zurück zur Hauptinsel.

Dort hatten wir dann eine Stunde Zeit, bis es weitergehen sollte. Im Reiseführer war ein Viewpoint beschrieben, von dem man einen schönen Blick auf die Insel haben sollte. Da die anderen Deutschen, die mit uns an Bord waren, auch dorthin wollten, sind wir zusammen los. Vorbei an vielen Verkaufsbuden, halb durch eine Abwasserkloake (es gibt hier wohl ein Abwasser- und Müllproblem), nach etlichen Stufen und einer Eintrittsgebühr von 20 Baht kamen wir zum „Viewpoint one“. Etwas abgekämpft genossen wir die Aussicht. Wir machten einige Bilder, auch von den anderen Deutschen. Bodo und Katharina stellten sich dann erst mal vor und fragten auch nach unseren Namen.

Ein Hinweisschild verriet uns den Weg zu einem 2. Viewpoint. Da unser Boot schon bald wieder abfahren sollte, mussten wir uns ein wenig beeilen. Aber wir haben es geschafft, nur Bodo blieb mit Tochter Mala zurück. Die Aussicht war noch mal etwas schöner!

Wir haben uns nur noch etwas Wasser gekauft und sind wieder zurück, schließlich sollte unser Boot in 6 min abfahren. Dass wir das nicht schaffen würden, war klar, aber es war auch kein Problem. Wir trafen den Rest unserer „Reisegruppe“ dann am Hafen. Auch für ein Eis hat die Zeit noch gereicht. 🙂 Wir sind anschließend alle zusammen zu unserem Boot gegangen und wollten natürlich gleich wissen, was die Schweizer erlebt hatten. „Es war sooo heiß!“ kam als erste Antwort. Petra berichtete, dass kein Automat Geld ausspucken wollte und das Meerwasser sehr dreckig war. Insgesamt waren sich alle einig, dass es sehr heiß und sehr touristisch auf Ko Phi Phi ist und wir es richtig gut erwischt hatten mit Ko Pu. 🙂

Auf der Rückfahrt haben wir noch mal einen Schnorchelstopp eingelegt, dabei gab es auch wieder viele Fische zu sehen. 🙂 Diesmal gab es danach noch frische Wassermelone gegen den Salzgeschmack.

Danach waren wir alle ziemlich erschöpft, Mala hat sogar im Arm ihrer Mutter geschlafen. Dazu muss man sagen, dass die Longtail-Boote zwar niedlich aussehen, aber fürchterlich laut sind. Da kann man eigentlich nicht schlafen. 😉 Kurz vor 17 Uhr waren wir zurück in der Luboa Hut. Auch wenn es für alle sicher ein schöner Ausflug war, so waren wir auch alle froh wieder zurück zu sein, denn wer hier in der Luboa Hut Urlaub macht, entscheidet sich bewusst gegen die großen touristischen Ziele.

Wie viele Boote seht ihr hier? ;)

Wie viele Boote seht ihr hier? 😉

Die Sonne war übrigens so intensiv, dass wir trotz Sonnencreme einen leichten Sonnenbrand hatten, der aber dank unserer Reiseapotheke schnell wieder vergessen war.

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