Luboa Hut – Strandhütten & Wasserspaß

Nachdem wir etwas erschöpft, aber glücklich in der Luboa Hut angekommen waren, ruhten wir uns in den ersten Tagen zunächst etwas aus & genossen die Ruhe hier. Auf diesem Teil von Ko Pu (im Norden der Insel) ist im wahrsten Sinne nichts los – hier gibt es nur einen recht schönen Strand, (türkis-)blaues Meer, jede Menge Muscheln, Landeinsiedlerkrebse, ein paar andere Touris & einige Affen, die morgens durch den Wald oder am Strand entlang wandern. Hier gibt es keine Shops, kein Nachtleben, keine Schnellboote, keinen Geldautomaten, kaum Handyempfang, selten WLAN – man fühlt sich ein wenig abgeschnitten von der Zivilisation, aber das war gleichzeitig auch sooo schön (& irgendwie ja auch der Grund hierherzufahren)! Wir kamen auch endlich mal zum Bücherlesen! Wie hatte ich es vermisst … 🙂 Hier gab es eine sehr große Auswahl an Büchern, die man tauschen, leihen oder auch einfach mitnehmen konnte. Herrlich! Ich muss wohl im Paradies gelandet sein. 🙂

Die anderen Gäste in der Luboa Hut waren hauptsächlich Deutsche & Schweizer, zumeist Familien mit (mehr oder weniger) kleinen Kindern. Die Bedingungen für Familien mit Kindern sind hier aber auch ideal – am Strand gibt es einige schattige Plätze, das Meer ist hier sehr flach & ruhig & der Meeresboden wird erst relativ weit draußen steinig (man muss allerdings Ebbe & Flut berücksichtigen), das Team der Luboa Hut ist äußerst kinderfreundlich & spaßte mit den Kindern herum & es ist total entspannt hier. Man muss aber der Fairness halber erwähnen, dass jetzt im April bereits Nachsaison ist (die Regenzeit geht ja auch bald los) & daher weniger Touristen hier sind als wohl in der Hochsaison (November – März). Wir (so ohne Kind & Kegel) passten eigentlich nicht ganz ins Bild, kamen aber doch recht schnell mit den anderen ins Gespräch & haben uns ausgesprochen gut verstanden.

Katharina & Bodo mit Töchterchen Mala aus Berlin liehen sich an einem Tag ein Moped aus, um die Insel etwas zu erkunden. Wir hatten eigentlich überlegt, mal Fahrräder auszuleihen, sahen hier aber nirgends welche. Daher hatten wir auch schon den Gedanken, es mit dem Moped zu probieren. Bodo ermutigte uns noch dazu, so dass wir am nächsten Tag ebenfalls einen Ausflug mit einem Moped der Luboa Hut unternahmen. Einen Führerschein wollte keiner sehen & Helme gab es auch nicht. Es kam nur die Frage, ob wir schon mal mit so etwas gefahren seien, dann gab es noch eine kleine Einweisung & los gings. Nico hat wohl vor 20 Jahren das letzte Mal auf einem Moped gesessen & ich bin noch nie mit so einem Teil gefahren (als Kind mal darauf gesessen, aber das ist auch schon ewig her), daher tuckerten wir erst mal ganz gemächlich auf den glücklicherweise leeren Straßen (die eher Feldwegen ähnelten – wir haben ja bereits hier darüber berichtet) entlang & es machte echt Spaß! 🙂

 

Wir fuhren bis in den Süden der Insel, der unter dem Namen Ko Jum vermarktet wird & schon deutlich touristischer ist als der Teil, wo wir untergebracht waren, kauften ein paar Kleinigkeiten wie Wasser & Kekse ein & machten uns so langsam auf den Rückweg. Inzwischen fühlte sich Nico schon sicherer auf unserem Gefährt, so dass wir auch ein paar Seitenwege erkundeten. Dabei stellten wir fest, dass die Gegend & die Unterkunft, die wir uns ausgesucht hatten & bzw. die uns empfohlen worden waren, eine seeehr gute Wahl waren. Bei uns war der Strand viel schöner & es war insgesamt deutlich ruhiger. Die Hütten in der Luboa Hut waren vielleicht etwas einfacher ausgestattet, aber die Atmosphäre war dafür viel familiärer, entspannter & netter. Also, alles richtig gemacht! 🙂

An dem Abend fragten die beiden Schweizer Maja & Jörg in die Runde, wer denn noch mit nach Ko Phi Phi fahren würde. Das klang toll! Wir hatten auf jeden Fall Interesse, Katharina & Bodo ebenfalls & auch die andere Schweizer Familie (Petra & José mit Tochter Amaya) würden mitkommen. Über den Preis wurde dann noch etwas diskutiert. Erst hieß es, für jeden würde es 1.000 Baht (etwa 24 Euro) kosten (Kinder kostenfrei) – Maja & Jörg wollten aber lieber einen Preis für das gesamte Boot genannt haben, da wir dann sicher günstiger wegkommen würden. Letztlich einigte man sich auf 800 Baht pro Person. Samstag sollte es dann 9 Uhr mit dem Long-tail Boat losgehen. Alles Weitere zur Tour dann hier.

An einem Morgen wurden wir von Affen geweckt – ja, ja, richtig gelesen, von Affen! 😉 Gerade tags zuvor hatten wir von einem der anderen Gäste mitbekommen, dass jeden Morgen so gegen halb 7 eine Horde Affen unterwegs ist. Hmm, ganz schön früh, aber eigentlich wollten wir uns das wenigstens an einem Morgen mal ansehen & dafür zeitig aufstehen. Wie sich aber zeigen sollte, war das nicht nötig. Die Affen besuchten uns einfach. 😀 Erst hörten wir nur, dass vermutlich ein größeres Tier auf dem Dach unserer Hütte hin- und herrannte (da war es gegen 7 Uhr). Kurze Zeit später konnten wir durch die Holzstreben unseres Zimmers sehen, wie ein Affe gerade im Badezimmer von einer Ecke in die andere sprang. Uii, da bin ich dann doch mal aufgestanden & hab nachgesehen. Nicht, dass wir mal wieder eine Seife als Verlust melden müssen. 😉 Nein, ich war auch einfach neugierig. Der Affe saß gerade am Waschbecken, erschrak sich dann aber, als ich die Tür öffnete & sprang direkt wieder in die andere Ecke auf einen Ast, der da als Toilettenpapierhalter stand, & wieder nach draußen. Zusammen mit einem oder zwei anderen Affen guckte er dann ganz verwundert wieder durch die Holzstreben von außen rein. Sehr süß! Wir haben die ganze Horde anschließend von draußen noch beobachten können – so langsam zogen sie weiter & wir legten uns noch mal ins Bett & schliefen noch eine Runde. 🙂

In der Luboa Hut kann man übrigens nicht nur Mopeds leihen, sondern (sogar kostenfrei) Kayak fahren. Das haben wir an einem späten Nachmittag auch mal gemacht. Da wir nur ein Paddel hatten, ist Nico gepaddelt & ich war fürs Fotografieren verantwortlich. Wir sind dann extra ein Stück weiter rausgefahren, um von dort aus den Sonnenuntergang sehen zu können. Leider war es wieder etwas wolkig, aber das macht ja nichts. 🙂

Den letzten Tag (13. April) vor unserer Weiterreise nach Krabi wollten wir noch mal entspannt verbringen. Wir schrieben noch fleißig Berichte für unseren Blog & Nico hatte sich irgendwann auf Fototour am Strand aufgemacht. Plötzlich kam Dao (eine Mitarbeiterin der Luboa Hut) mit einem Topf aus der Küche, schmierte alle mit einer weißen Masse (Babypuder mit Wasser vermischt) im Gesicht ein & rief dazu „Happy New Year“. Sehr lustig! Alle brachen in Gelächter aus … Als Nico zurückkam, blieb er auch nicht davon verschont. Er wurde ebenfalls hübsch „eingeschmiert“. 😉

Wir hatten total vergessen, dass ja in Thailand Mitte April (wie übrigens auch in Sri Lanka) das Neujahrsfest (in Thailand Songkran genannt) begangen wird. Es blieb jedenfalls auch nicht beim Eincremen. Dao forderte kurze Zeit später alle auf, zum Strand zu kommen. Wir ahnten schon (zum Teil konnte man es auch schon sehen), was auf uns zukommen würde – eine Wasserschlacht! Wir besorgten uns noch zwei leere Plastikflaschen, die wir mit Wasser füllten & dann ging es zum Strand. Und dort wurden alle von oben bis unten mit Wasser bespritzt & übergossen! Nut (Chef der Luboa Hut) füllte drei große Schüsseln immer wieder mit Wasser auf & daraus bedienten wir uns, um uns gegenseitig nass zu machen. Ein großer Spaß!

In größeren Städten wie Bangkok oder Chiang Mai & selbst Krabi (wie wir später erfuhren) wird mindestens 3 Tage lang so gefeiert – da ist man dann nirgends vor Wasser sicher. Aber bei so tollem & warmem Sommerwetter ist das ja kein Problem – da tut eine Abkühlung sogar gut. 🙂

Am Abend saßen wir dann noch mal alle (im Restaurantbereich) zusammen – mit den Schweizern & den Berlinern (wie auch schon am Abend zuvor) & haben uns sehr nett unterhalten. Sehr schön! Eigentlich schade, dass wir nun morgen schon wieder weiterfahren wollten, aber wie auch schon in der Beach Hut: Wenn es am schönsten ist, soll man ja gehen. 😉 Und nach einer Woche wurde es auch langsam Zeit, dass wir weiterzogen. Also, (spät) abends noch Sachen gepackt, am nächsten Morgen noch mal lecker gefrühstückt & dann fuhren wir mit dem Long-tail Boat aufs Meer & wurden dort von der Fähre nach Krabi abgeholt.

Apropos Frühstück – das Essen & die Getränke in der Luboa Hut waren wirklich sehr gut! Das Team aus Dao, Nut, Belle und den anderen Mitarbeitern hat alle Gäste mit sehr leckeren Speisen verwöhnt. Besonders empfehlen können wir z. B. Padthai (Nudeln auf thailändische Art), Massaman Curry mit Reis, Green Curry Fried Rice, Pineapple Fried Rice, Green Curry, Vegetable Coconut Soup, Watermelon Shake/Juice bzw. allgemein die frischen Säfte & Shakes. Lecker! Zum Frühstück hatten wir häufig Omelett mit Toast, Toast mit Butter & Marmelade, Obst mit Müsli & Joghurt oder Pancakes mit Obst. Mmmmh!! 🙂

Vielen Dank an Dao, Nut, Belle & alle anderen der Luboa Hut – es war sooo schön! Khoop khun kha bzw. khoop khun khrap! 🙂

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4 Antworten zu Luboa Hut – Strandhütten & Wasserspaß

  1. Nemeryll schreibt:

    Das sieht ja toll aus, da bekommt man gleich richtig Lust auf Urlaub. Glücklicherweise habe ich ja noch Ferien und derzeit ist bei uns die Urlaubsplanung auch voll im Gange 🙂 Ich wünsche euch eine tolle Weiterreise und freu mich schon auf den nächsten Bericht!

    • julinico schreibt:

      Oh, wie schön! Wisst ihr schon, wohin ihr fahren/fliegen wollt? Viel Spaß auf jeden Fall bei der Planung! 🙂 Die nächsten Berichte kommen bald… 😉 *drück*

  2. icke schreibt:

    ach schön, das hat mich ja sogar mal ganz aus meinem alltag gerissen – uns das nur beim anblick der bilder (zum lesen war leider nur minimal zeit…)

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