Smile Guesthouse in Krabi

Nachdem wir uns von der Luboa Hut verabschiedet hatten & auf die Fähre gestiegen waren, fuhren wir mit dieser etwa 45 min bis nach Krabi. Während der Fahrt lief ständig ein Typ mit Sonnenbrille & Cappi durch die Gänge & wollte den Fahrgästen eine Taxifahrt nach Krabi Town für 100 Baht pro Person aufschwatzen. „No, thank you!“ schien er nicht zu verstehen oder verstehen zu wollen. Reichlich nervig, aber da muss man hart bleiben. 😉

Der Fährhafen von Krabi ist ein paar Kilometer von der Stadt entfernt, aber wir wussten, dass es einen Bus gibt, deswegen wollten wir uns auf dieses dubiose (& aufdringliche) Angebot nicht einlassen. Wir liefen also Richtung Bus & direkt vor dem Hafengelände stand auch einer. In dem saßen schon zwei andere, wir setzten uns einfach dazu. Zwar wurde uns ständig mitgeteilt, dass wir doch lieber ein Taxi nehmen sollen, aber wir blieben erst mal standhaft. Kurze Zeit später kam das Angebot, dass wir für 50 Baht pro Nase bis zu unserem Guesthouse gefahren werden. Das hörte sich doch schon besser an. Wir stiegen also alle 4 in ein Großraumtaxi & los gings. Die zwei Jungs wurden unterwegs an einer Bushaltestelle abgesetzt (die wollten noch weiter in den Osten Thailands) & wir ließen uns zum Smile Guesthouse fahren. Wir hatten zwar keine Reservierung, aber es war noch früh am Tag (gegen 11 Uhr) – wir hofften also, dass es klappen würde, wenn nicht, könnten wir immer noch weitersuchen, aber wir hatten Glück & bekamen ein schönes, großes Zimmer mit eigenem Bad. Richtig luxuriös! Im Reiseführer & in Rezensionen bei TripAdvisor hatten wir schon gelesen, dass es hier schön sein soll – das bewahrheitete sich total! Wir erkundeten gleich noch den übrigen Teil des Hauses, insbesondere die riesige Dachterrasse.

Hier trafen wir dann sogar ein Mädel aus der Luboa Hut wieder. Zwar hatten wir sie damals nur gesehen & nicht miteinander gesprochen, aber ich sprach sie dennoch gleich mal an. Es stellte sich heraus, dass sie ebenfalls Deutsche ist & so plauderten wir ein wenig.

Patrick (Chef des Guesthouse) hatte uns bei der Ankunft einen Besuch des Tigerhöhlen-Tempels (Tiger Cave Tempel) empfohlen & auch gleich erklärt, wie man günstig hinkommt. Dort könne man über 1200 Stufen hochgehen & hätte dann einen ganz tollen Blick über Krabi & Umgebung. Das klang sehr gut & mit Stufen waren wir ja geübt. 😉 Jetzt um die Mittagszeit wollten wir das aber lieber sein lassen – vielleicht später am Nachmittag. Wir luden erst mal die Berichte & Bilder in den Blog, die wir in der Luboa Hut vorbereitet hatten. Dank der guten WLAN-Verbindung klappte das prima. Endlich mal wieder schnelles Netz! 🙂

Am Nachmittag fing es zu tröpfeln an, daher verschoben wir die Tempelpläne auf den nächsten Tag. Draußen hörten & sahen wir immer mal Fahrzeuge mit lauter Musik vorbeifahren, die mit Wasser gefüllte Fässer auf der Ladefläche stehen hatten & das Wasser kräftig verteilten. Hier wurde also auch noch Songkran gefeiert. 😉

Happy New Year!

Happy New Year!

Wir machten uns jedenfalls irgendwann auf den Weg, um Krabi etwas zu erkunden. Krabi ist eine sehr alte Stadt, direkt am Krabi River & in einer landschaftlich wunderschönen Umgebung gelegen. An einem Ende der Stadt war eine Art Jahrmarkt aufgebaut – sicher anlässlich des Neujahrsfestes. Hier waren unheimlich viele Leute unterwegs & wir mischten uns auch ins Getümmel & probierten ein paar Leckereien. 🙂

Außerdem kauften wir in einem Supermarkt (7/11) ein paar Kleinigkeiten ein & versuchten, am Automaten noch etwas Geld abzuheben. Bei Nico funktionierte es wieder nicht, daher durfte ich erneut mein Glück versuchen & es klappte auch. Nico fragte am selben Abend noch bei unserer Bank (per E-Mail) nach, was da los sei. Wir erfuhren dann 1 Tag später, dass seine Kreditkarte gesperrt war – wahrscheinlich hatte er dann doch mal seine PIN zu häufig falsch eingegeben?! Aber danach funktionierte sie wieder einwandfrei. 🙂

Zum Abendessen begaben wir uns auf den Night Market, wo jeden Abend Essensstände aufgebaut werden & man nach Herzenslust schlemmen kann. Wir fanden auch ein paar leckere Sachen & kehrten gut gesättigt ins Guesthouse zurück.

Auf dem Nachtmarkt

Auf dem Nachtmarkt

Am nächsten Morgen standen wir etwas früher auf, um noch vor der Mittagshitze oben beim Tiger-Tempel zu sein. Wir holten uns zunächst ein paar Teilchen bei einem Bäcker hier um die Ecke & liefen anschließend zum 7/11, von wo aus wir mit einem Bus zum Tempel fahren könnten. Der „Bus“ war eher ein Jeep mit Sitzbänken auf der Ladefläche & fuhr uns für 50 Baht pro Person zum Tempel (der sich ein paar Kilometer außerhalb der Stadt befindet). Unterwegs stiegen noch ein paar Einheimische zu & wieder aus – insgesamt blieb der Bus aber recht leer.

Der Bus

Der Bus

Dort angekommen, mussten wir uns erst mal orientieren. Wir sahen eigentlich nur Essensstände um uns herum. Aber wo ging es denn nun zum Tempel? Wir folgten einfach unserer Nase & sahen kurz darauf auch schon ein entsprechendes Hinweisschild. 1237 Stufen sind es bis zum Tempel oben auf dem Berg. Okay, das muss ja zu schaffen sein. 😉 Wasser hatten wir dabei, dann mal los.

Hier waren schon ein paar Leute unterwegs & die Stufen waren zum Teil recht steil & hoch. Nach den ersten Metern begegneten wir einer Gruppe Affen, die keine Angst vor den Menschen zu haben schienen – im Gegenteil, sie waren ziemlich aggressiv, so dass ich eher Angst vor ihnen hatte. Also, schnell weiter.

Die Sonne stand inzwischen schon höher & es wurde immer drückender. Auf manchen Pfeilern des Geländers steht die Anzahl der bereits erklommenen Stufen, so dass man in etwa wusste, wie weit es noch war. Nach etwa 40 min waren wir endlich oben angekommen. Außer dem Tempel gibt es hier eine riesige goldene sitzende Buddha-Statue & ein paar kleine. Und der Ausblick war sensationell! Man hatte einen wunderschönen Blick über die Umgebung. Allerdings brannte die Sonne inzwischen ordentlich & alle versuchten, möglichst einen der wenigen schattigen Plätze zu ergattern. Die Strapazen hatten sich aber auf jeden Fall gelohnt. 🙂

Der Abstieg ging dann relativ flott, nur anschließend brauchten wir eine kleine Pause. Inzwischen hatte es sich hier unten noch mehr mit Menschen(massen) gefüllt & uns wurde langsam klar, warum es hier so viele Stände gab. Auf einem Schild hatte ich gelesen, dass es hier noch einen Wald mit einigen Gesteinshöhlen gibt. Dafür musste man allerdings erst wieder ein paar Stufen hoch. Das klang nicht so richtig einladend, aber die Aussicht auf weniger Leute & mehr Schatten schon. Daher schleppten wir uns wieder (diesmal nur wenige) Stufen hoch & gelangten in den Wald. Hier lebten ein paar Mönche in ganz einfachen kleinen Behausungen.

Ein gut ausgeschilderter Weg führte durch den Wald von einer Höhle zur nächsten. Durch die Höhlen konnte man zum Teil auch hindurchgehen oder vielmehr kriechen. 😉 Außerdem gab es noch einen besonders großen Baum zu bewundern. Die Baumkrone konnte man allerdings nicht sehen. Dazu war es viel zu dicht bewachsen, was aber auch angenehmere Temperaturen bedeutete. So ließ es sich gut aushalten.

Nachdem wir den Wald einmal durchquert hatten, machten wir uns langsam auf den Rückweg. Dafür mussten wir nur einen Bus finden. Wir stellten uns wieder an die Stelle, wo wir ausgestiegen waren & warteten. Kurze Zeit später kam auch schon einer angefahren. Er wollte allerdings 250 Baht (für uns beide) für die Rückfahrt haben. No, thank you! Daraufhin wurden daraus 200 Baht – immer noch zu viel.

Glücklicherweise kam noch ein junges Pärchen an, die auch nach Krabi zurück wollten. Da bot der Fahrer uns 50 Baht pro Person an (so kam er ja auch auf seine 200 Baht). Das klang deutlich besser & so stiegen wir ein. Wie sich herausstellte, waren die anderen beide ebenfalls Deutsche & wohnten auch im Smile Guesthouse. Wunderbar!

Kurz nachdem wir losgefahren waren, stieg eine ziemliche große Gruppe zu, so dass es ganz schön eng wurde. Nico hatte mal spaßeshalber durchgezählt – wir waren 18 Erwachsene & 7 Kinder! Eigentlich war hier nur für 10-12 Personen Platz. Aber volle Busse kannten wir ja schon aus Sri Lanka. 😉

Die Fahrt zurück dauerte deutlich länger als die Hinfahrt – wir fuhren auch eine ganz andere Strecke & hielten alle paar Kilometer an (einmal an einer größeren Bushaltestelle), um dann dort zu warten. Die große Gruppe war längst wieder ausgestiegen, nur stieg jetzt kaum jemand zu & wir schwitzten so vor uns hin & plauderten etwas mit den Deutschen.

Zurück in Krabi wollten wir uns erst mal frisch machen & dann mal Patrick fragen, was wir am morgigen (letzten) Tag (in Thailand) noch unternehmen könnten. Patrick empfahl uns einen Ausflug nach Railay. Näheres dazu dann hier (Link + Beitrag folgen noch).

Für den heutigen Abend empfahl er uns noch ein tolles Restaurant, was bei Einheimischen sehr beliebt sei: Poo Dam (dt.: schwarze Krabbe). Dorthin begaben wir uns & bekamen mit etwas Glück den letzten freien Tisch zugewiesen. Die Verständigung hier war etwas schwierig, da unsere Bedienung kaum Englisch sprach/verstand, aber mit Hilfe einer 2. Bedienung, die ihr dann die Sachen auf Thai diktierte, klappte es dann gut. 🙂

Nach dem Abendessen setzten wir uns noch im Guesthouse auf die Dachterrasse & trafen dort die Deutschen an, mit denen wir am Nachmittag Bus gefahren waren. Wir unterhielten uns wieder sehr gut. Später gesellten sich noch 2 Deutsche zu uns. So verbrachten wir einen sehr netten Abend in guter Gesellschaft. Man muss vielleicht noch erwähnen, dass Patrick halb Deutscher, halb Thai ist – daraus erklärt sich vielleicht auch, warum so viele Deutsche hier anzutreffen waren, mal abgesehen davon, dass es hier auch einfach sehr, sehr schön ist. 😉

Morgen würden wir also noch einen Ausflug machen & dann wäre unser kleines Thailand-Abenteuer schon wieder vorbei. Schade! War schön hier. 🙂

Dieser Beitrag wurde unter Feiertag, Reise, Thailand, Unterkunft abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s