Fazit Süden Thailands

Wir waren insgesamt nur 10 Tage in Thailand bzw. im Südwesten Thailands, daher können wir diesmal gar nicht so viel sagen, da wir Thailand auch ganz anders erlebt haben als Sri Lanka. Unsere folgenden Aussagen beschränken sich daher wirklich nur auf einen sehr kleinen Teil Thailands & können keineswegs auf die anderen Regionen übertragen werden, denn die können wir einfach nicht beurteilen.

Uns hat die Region um Krabi & Ko Pu sehr, sehr gut gefallen. Sowohl in landschaftlicher, kultureller als auch kulinarischer Hinsicht. Die Einheimischen, die wir getroffen haben, waren alle durchweg sehr freundlich & um unser Wohl bemüht. Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt & wären sicher auch noch länger geblieben, wenn die Zeit es erlaubt hätte. Vorwiegend ging es uns bei diesem Besuch aber um Erholung & Entspannung – möglichst weg von den großen Touristenregionen & mit Ko Pu hatten wir genau das gefunden, wonach wir gesucht hatten. Besonders toll fanden wir es, das Songkran, das thailändische Neujahrsfest, miterlebt & sogar daran teilgenommen zu haben. Das hat uns einen Riesenspaß gemacht! 🙂

Unsere Unterkünfte & die von uns genutzten lokalen Transportmittel (Long-tail Boat & Kleinbus) waren sehr günstig. Und selbst Fahrten mit klimatisierten Taxis kosten nicht die Welt, aber für low budget-Reisende wie uns aus Kostengründen nicht das erste Mittel der Wahl. 😉

Verkehr/Transport

Den Verkehr im Süden Thailands haben wir im Vergleich zu Sri Lanka als deutlich entspannter wahrgenommen. Auch hier herrscht Linksverkehr, aber es wird bei Weitem nicht so viel gehupt (wir haben es in Krabi drei oder vier Mal erlebt, dass überhaupt gehupt wurde). Gerade in der Stadt waren viele größere & neuere Autos unterwegs (SUVs in allen möglichen Varianten, nur selten haben wir einen Kleinwagen gesehen). Auf der Insel hingegen wurden fast ausschließlich Mopeds gefahren. Kaum jemand schien ein Auto zu besitzen (wie soll man es auch auf die Insel bringen, wenn man eigentlich nur mit dem Long-tail ranfahren kann?). 😉

Auf der Insel glichen die Straßen eher Feldwegen, nur in den Ortschaften selbst waren sie betoniert. In Krabi sind wir ausschließlich auf asphaltierten Straßen gefahren (worden).

Mit dem (lokalen) Bus zu fahren, war recht einfach. Man erkennt zwar im Ort selbst nicht unbedingt, wo die Haltestellen sind, aber man kann zur Not auch einen Bus heranwinken bzw. haben manche Busfahrer auch Touristen „zugehupt“ (hier wurde dann tatsächlich mal gehupt) & gefragt, ob sie nicht mitfahren wollen. 😉

Die Kosten für den Bus betrugen in Krabi eigentlich immer 50 Baht (ca. 1,20 Euro) pro Person. Manchmal musste man etwas handeln, aber an sich schien das der Standardtarif zu sein – zumindest für Strecken innerhalb der Stadt Krabi bzw. vom Fährhafen in die Stadt oder von der Stadt zum Tiger Cave Tempel.

Vom Festland zu den Inseln und von einer Insel zur nächsten kommt man am ehesten per Boot (zum Teil gibt es auf den Inseln aber auch Flughäfen). Bei den Bootsverbindungen hat man verschiedene Möglichkeiten: Entweder gibt es eine Fährverbindung (allerdings hat nicht jede Insel einen Fähranleger) oder sogar ein Schnellboot (eher von größeren Städten wie Phuket, in Krabi haben wir keine gesehen) oder man nutzt eben das Transportmittel, das auch die Einheimischen nutzen (wie wir das auch meist getan haben): das Long-tail Boat. Wir haben ja schon darüber berichtet, z. B. hier oder hier.

Die Kosten für das Long-tail beliefen sich auf 100-150 Baht pro Person für etwa 45 Minuten Fahrt. Die Fähre von Ko Pu nach Krabi kostete 400 Baht (ca. 9,50 Euro) pro Person & die Fahrt dauerte auch etwa 45 Minuten, wobei die Fähre natürlich deutlich schneller als ein Long-tail Boat ist. Mit einem Schnellboot (oder Speed Boat) sind wir nicht gefahren, aber es ist anzunehmen, dass eine Fahrt damit auch noch mal deutlich teurer ist.

Einmal hatten wir auf Ko Pu ein Moped gemietet – ein halber Tag hat 200 Baht gekostet + ein Mal Tanken für 52 Baht (1 Liter), was vollkommen ausreichend war, um die gesamte Insel einmal abzufahren. Theoretisch besteht in Thailand Helmpflicht, allerdings hat das auf der Insel niemanden interessiert (es gab in unserer Unterkunft nicht mal Helme zum Ausleihen). Auf dem Festland sollte man aber als Tourist unbedingt einen Helm tragen, da hier Kontrollen durchgeführt werden, wie wir gehört haben.

Essen

Landestypisches Essen ist in der Regel recht scharf. In der Luboa Hut konnten wir jeweils dazu sagen, ob wir es „spicy“ oder nur „a little spicy“ wollen. Im Restaurant oder auf dem Nachtmarkt in Krabi waren unsere bestellten Gerichte meist nicht so sehr scharf, aber es wurde ein Schälchen mit würziger bis scharfer Sauce dazugereicht, mit der man dann nach Belieben nachwürzen konnte. Die Portionen waren meist nicht sehr groß, so dass wir häufig 3 Gerichte bestellt haben, aber danach auch sehr satt waren. Eine Portion kostete zwischen 80 und 180 Baht. Für eine große Flasche Wasser (1,5 l) haben wir zwischen 14 und 30 Baht bezahlt (einmal sogar 40 Baht – im Mini Mart auf Railay). In touristischen Regionen wie Ko Phi Phi kann es dann auch noch deutlich teurer werden.

Leben/Wohnen/Unterkünfte

In ländlichen Regionen im Süden Thailands wie bspw. auf Ko Pu leben die Einheimischen üblicherweise in Stelzenhäusern.

Ein Stelzenhaus auf Ko Pu

Ein Stelzenhaus auf Ko Pu

Außerdem hingen an (fast) jedem dieser Häuser Vogelkäfige mit verschiedensten Vögeln. Später erfuhren wir, dass es sich dabei wohl häufig um Singvögel handelt, mit denen die Thais zu entsprechenden Wettbewerben fahren würden.

Wie auch in Sri Lanka sind Duschen in der Regel nur mit kaltem Wasser vorhanden, wobei „kalt“ hier (und allgemein in Südostasien) nicht so kalt ist wie in Deutschland. 😉 Wirklich vermisst haben wir warmes Wasser aber nicht – es tut einfach gut, sich bei Temperaturen um die 30 Grad (auch nachts wird es meist nicht deutlich kühler) mal kalt abzuduschen. Die Toiletten in unseren Unterkünften waren zwar immer WCs, aber in der Luboa Hut mit „Handspülung“ – also Schöpfkelle & Wassereimer. Toilettenpapier gab es immer, allerdings sollte man dieses keinesfalls (!!!) in die Toilette werfen, sondern in den nebenstehenden Korb. Anderenfalls verursacht man ruckzuck eine hartnäckige Verstopfung, da die Abflussrohre der Toiletten nur sehr, sehr kleine Durchmesser haben & selbst dünnes Papier hier Probleme machen kann.

Unsere Unterkünfte waren alle mit Ventilator ausgestattet, in der Luboa Hut gab es außerdem ein Moskitonetz. Im Smile Guesthouse haben wir unser mitgebrachtes Moskitonetz verwendet, da abends doch einige Mücken unterwegs auf Beutesuche waren & es im Zimmer kein Moskitonetz gab. 😉

Im Smile Guesthouse

Im Smile Guesthouse

Menschen

Uns (oder allgemein Touristen) gegenüber haben wir die Thais alle als sehr freundlich & hilfsbereit erlebt. Häufig wurden wir auf der Straße mit „Hello“ begrüßt oder kleine Kinder haben uns freudig zugewunken.

Müllprobleme scheint es in Thailand ebenfalls zu geben – auch hier sieht man Müll (v. a. Plastikmüll) am Straßenrand herumliegen. Am Strand hingegen nicht – vermutlich wird der jeweils eingesammelt.

Die meisten Einheimischen scheinen ein Handy zu besitzen, allerdings eher ein Smartphone als ein herkömmliches Modell.

Verständigt haben wir uns fast ausschließlich über Englisch, was eigentlich alle sprechen & verstehen – außer mit Patrick vom Smile Guesthouse, da er fließend Deutsch spricht. 🙂

Geld

Landeswährung ist der Baht. Wechselkurs (Stand: April 2014) 1 € ~ 43 Baht. Bankautomaten, die VISA- oder Master-Karten akzeptieren, gibt es in Krabi & am Flughafen. Auf Ko Pu gibt es keine Bankautomaten, nur eine Wechselstube (die aber wohl auch VISA-Karten gegen Gebühr akzeptiert) im Süden der Insel im Ort Ko Jum.

Sonstige praktische Hinweise

Wir hatten uns direkt am Flughafen von Krabi eine Prepaid-SIM-Karte von TrueMove H für 400 Baht besorgt. Hierbei handelte es sich um eine reine Surfkarte, die für 14 Tage gelten sollte. Irgendwas ist wohl beim Einrichten durch die Mitarbeiter am Verkaufsstand schiefgegangen (oder das Netz ist einfach so schlecht ausgebaut?), so dass die Karte so gut wie unbrauchbar war – wenn es überhaupt eine Verbindung gab, dann maximal EDGE & damit konnte man leider nicht surfen. 😦 Von diesem Anbieter können wir daher nur abraten.

Sehr praktisch waren wieder (wie schon in Sri Lanka) die Apps Währungsrechner und MapFactor Navigator (Alternative zu Google Maps, die ohne Datenverbindung auskommt).

Zum Thema Sicherheit: Wir haben uns während unseres gesamten Aufenthalts im Süden Thailand stets sicher gefühlt. Aber natürlich gilt wie immer: Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Zu guter Letzt: unsere persönlichen Highlights

Zum ersten Mal zu Schnorcheln war auf jeden Fall eine tolle Erfahrung, die wir gern wiederholen wollen. Die Klettertour zur Lagune und zum Viewpoint auf Railay war definitiv auch ein Highlight – wenn auch nicht ganz ungefährlich, so wird sie uns im Nachhinein doch in guter Erinnerung bleiben. Und natürlich der Wasserspaß beim Songkran – ein tolles Erlebnis! Ach ja, nicht zu vergessen: der Besuch der Affenbande in unserer Hütte auf Ko Pu! Herrlich! 🙂

Da wir nur einen ganz kleinen Teil Thailands gesehen haben, würden wir (irgendwann) gern noch mal in dieses faszinierende Land reisen, um auch noch andere Landesteile zu entdecken.

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