Kuala Lumpur, die 2. ;-)

Nachdem wir mit dem Flieger aus Krabi sicher in KL gelandet waren, durchliefen wir wieder das übliche Prozedere: Immigration Officer, Gepäck abholen, noch etwas Geld abheben & zum Bus, um in die Innenstadt zu fahren. Diesmal durften wir sogar unsere Fingerabdrücke bei der Einreise abgeben. Komisch, dass es beim 1. Mal nicht nötig war?! Es war irgendwie merkwürdig, gleichzeitig aber auch schön, dass wir uns mal ein bisschen auskannten an dem Ort, an dem wir ankamen.

Wir hoben also noch Geld ab & liefen zum Busterminal, um mit dem Star Shuttle in die Stadt zu fahren. Dieses Mal wollten wir ein neues Guesthouse testen: das Grocer’s Inn. Von anderen Reisenden hatten wir gehört, dass es dort auch recht nett sein soll & es eine schöne Dachterrasse gebe. Das wollten wir uns mal ansehen. Das Grocer’s Inn befindet sich ebenfalls in Chinatown, unweit vom Wheeler’s (unsere Unterkunft vom letzten Mal) entfernt. Wir erkundigten uns nach einem freien Zimmer & mieteten uns für eine Nacht dort ein. Zwar kostete es 50 Ringgit pro Nacht, also 10 Ringgit mehr als im Wheeler’s, aber das Zimmer sah (auf den ersten Blick!) okay aus & die Dachterrasse war wirklich schön.

Zimmer Nr. 2 im Grocer's Inn

Zimmer Nr. 2 im Grocer’s Inn

Anschließend machten wir uns auf den Weg zur Post, um uns zu erkundigen, was der Versand unseres kleinen Klamottenpakets (das wir während unseres Thailandaufenthalts kostenfrei im Wheeler’s lagern konnten & nun wohlbehalten dort abgeholt hatten) nach Deutschland hier kosten würde. [Zur Erinnerung: Bei DHL sollte es 475 Ringgit kosten (ca. 115 Euro).] Die Postmitarbeiter waren sehr freundlich, wogen unser Bündel & boten uns den Versand per Schiff (die günstigste Variante, aber natürlich auch die langsamste) für 118 Ringgit an (unter 30 Euro). Das klang schon deutlich besser! 🙂 Aber zunächst mussten wir es noch verpacken & wollten es dann am nächsten Tag zur Post bringen (dass wir das doch nicht gemacht haben, ist ein anderes Thema). 😉

Nach dem Besuch bei der Post packten wir unsere schmutzige Wäsche zusammen & machten uns auf in den Waschsalon. Wieder mal Wasch(nachmit)tag! 😉

Abends gingen wir noch in der Nähe von Chinatown in einem Restaurant essen & kehrten müde ins Grocer’s Inn zurück. Wir freuten uns schon auf unser Bett, nahmen noch eine erfrischende Dusche & kehrten in unser Zimmer zurück, um zu schlafen. Daraus sollte aber erst mal nichts werden!

Gerade, als wir uns hinlegen wollten, stellten wir fest, dass wir nicht die Einzigen im Zimmer sind. Munter hüpfte vor unseren Augen eine Bettwanze über unser Bett! 😮 Iiiieh! Wo eine ist, da ist die zweite oder dritte meist nicht weit. So auch hier: Binnen einer halben Stunde hatten wir mindestens 4 von diesen unangenehmen Mitbewohnern entdeckt. Wir recherchierten im Internet, was wir jetzt am besten tun sollten, lasen aber überall nur, dass die kleinen Blutsauger schwer loszukriegen sind (& man sie auch schnell im Gepäck mit sich herumschleppt) & nur der Kammerjäger helfen kann. 😦 Okay – damit war klar, dass wir hier definitiv nicht übernachten werden. Es war zwar inzwischen schon gegen 23 Uhr, aber wir würden schon noch eine andere (hoffentlich bettwanzenfreie) Bleibe finden. Wir packten also unsere Sachen zusammen, hinterließen an der Rezeption die Schlüssel & eine Notiz über den Grund unserer vorzeitigen Abreise (persönlich war leider niemand anzutreffen) & suchten das Weite.

Unsere erste Anlaufstelle war natürlich das Wheeler’s! Wir hatten Glück & bekamen das letzte freie Doppelzimmer (& wurden sogar an der Rezeption wiedererkannt). Puuh, geschafft! 🙂 Zwar hatten wir 50 Ringgit in den Sand gesetzt, aber dafür würden wir wohl das Zimmer nicht noch mit anderem Getier teilen müssen. 😉

Die Nacht verlief dann auch recht ruhig, wir konnten ganz gut schlafen & waren froh über unsere Entscheidung. [Hätten wir uns gleich mal an das Motto Never change a running system.“ gehalten.] Im Wheeler’s war es gleich wieder vertraut & wir kannten uns aus. 🙂

Für den heutigen Tag hatten wir uns eigentlich vorgenommen, vormittags (wo es meist noch nicht regnet) den Menara KL, den Fernsehturm, hochzufahren. Dummerweise machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung – es regnete nämlich, als wir nach draußen kamen. Wir entschieden uns also spontan um & liefen stattdessen zum Nationalmuseum (Muzium Negara Kuala Lumpur). Hier schauten wir uns die wirklich interessante & umfangreiche Ausstellung zur Geschichte Malaysias an. Wir waren sicher 2-3 Stunden in dem (natürlich klimatisierten) Museum.

Als wir wieder nach draußen kamen, schien die Sonne ein wenig. Daher liefen wir zurück nach Chinatown, stiegen in einen der kostenlosen GOKL-Busse & fuhren zum Menara KL.

Streckenplan der kostenlosen GOKL-Busse

Streckenplan der kostenlosen GOKL-Busse

Der Fernsehturm befindet sich auf einem Hügel in einem parkähnlichen Areal, durch das allerdings eine recht breite, von Autos befahrene Straße führt, so dass man nicht wirklich im Grünen spaziert. Oben angekommen, muss man sich für eines der vielen Ticketangebote entscheiden. Wir wählten das Observation Deck in etwa 270 m Höhe für 49 Ringgit pro Person. Für 50 Ringgit mehr (pro Nase natürlich) kann man bis zum Open Deck fahren, das ein paar Meter höher ist. Der Fahrstuhl erklimmt die Höhe innerhalb weniger Sekunden & schon steht man in der Glaskuppel & hat einen sagenhaften Ausblick über die Stadt.

Die Aussichtsplattform ist übrigens etwa 100 m höher als die Skybridge der Petronas Twin Towers & hier muss man bei Weitem nicht so lange anstehen – wir haben vielleicht 5 min in der Schlange gestanden. Auf dem Menara KL gibt es außerdem oben noch ein Drehrestaurant, unten ein kleines Theater, ein Aquarium & ein XD-Kino, die aber alle extra kosten. Ein kleiner Vorführungsraum, in dem ein Film über den Bau des Menara KL läuft (den wir uns nach dem Besuch der Aussichtsplattform noch angesehen haben), ist kostenfrei zugänglich.

Anschließend wollten wir zurück ins Wheeler’s, um unser Paket zu verpacken & zur Post zu bringen. Daraus sollte aber nichts werden, da wir mit dem Bus etwa 45 min im Stau standen & es dann bereits auf 18 Uhr zuging (wo die Post schließt), bevor wir überhaupt in die Nähe von Chinatown kamen. Wir entschieden daher, stattdessen bei der Haltestelle Pudu Sentral (Puduraya) auszusteigen & uns schon mal Bustickets für den morgigen Tag zu holen. Da wollten wir nämlich an die Westküste, genauer gesagt auf die Insel Pulau Pangkor. Soweit wir herausgefunden hatten, sei diese kleine Insel noch nicht so überlaufen, hätte aber ein paar schöne Strände zu bieten. Das klang gut – wir sehnten uns schon wieder nach Meeresluft. 🙂

Nach Pulau Pangkor gelangt man am einfachsten mit der Fähre von Lumut aus, daher kauften wir uns also Bustickets nach Lumut. Aber die Auswahl an Busgesellschaften hier ist riesig. Im Internet hatten wir schon etwas recherchiert – es gab mindestens 7 oder 8, die (mehrmals täglich) Fahrten nach Lumut anbieten. So hatten wir die Qual der Wahl. 😉

Nachdem wir zunächst kurz nach der Ankunft auf der Ebene der Ticketschalter von einem Einheimischen zu einem Anbieter geschleppt wurden (nachdem wir etliche vorher abwimmeln konnten), wir da aber irgendwie wieder wegkamen, fiel die Wahl schließlich auf den Anbieter Plusliner. Wir kauften Tickets für 27,30 Ringgit pro Person. Abfahrt dann morgen 10:30 Uhr. Prima!

Mit den Tickets in der Tasche verließen wir den Busbahnhof Pudu Sentral & wollten noch ein spätes Kaffeepäuschen einlegen. Gegenüber befand sich ein Starbucks, den wir direkt mal aufsuchten. Hier konnte man recht gemütlich sitzen (natürlich wieder klimatisiert). 🙂

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Abends waren wir noch in einem chinesischen Restaurant essen, das wir schon von einem vorherigen Besuch kannten & in guter Erinnerung hatten. Danach hieß es dann: Tasche packen – Pulau Pangkor, wir kommen! 🙂

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5 Antworten zu Kuala Lumpur, die 2. ;-)

  1. denise schreibt:

    hallo ihr beiden!
    die geschichte mit den bettwanzen ist ja eklig, gut, dass ihr da nicht geblieben seid.
    und der pool auf dem dach ist klasse! 🙂

    • julinico schreibt:

      Ich hätte kein Auge zugetan, wenn wir da geblieben wären. Die Viecher krabbel(te)n ja – wie der Name schon sagt – übers Bett & such(t)en zielstrebig nach Opfern 😦

      • icke schreibt:

        Definitiv die richtige Entscheidung :)!!! Übrigens gibt es in Leipzig auch mindestens eine Lokalität, wo bereits Bettwanzen heimisch sind 😦 – letztens erst erfahren… Brrrr….

      • julinico schreibt:

        Oh je 😦 wo denn? hatten auch gelesen, dass die jetzt wieder überall auf dem vormarsch sind (eingeschleppt aus dem urlaub) …

  2. icke schreibt:

    ich will keinen ort anprangern, ich bin mir nicht sicher, es mir richtig gemerkt zu haben, ich verrats euch später in ner mail (aber mit unsicherheitsfaktor) 😉

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