Zurück nach Saigon

Am Sonntagmorgen mussten wir wieder relativ zeitig aufbrechen. 7 Uhr ging der Wecker, 8 Uhr wollten wir etwa los. Unser Bus sollte zwar erst 10:30 Uhr fahren, aber wir wollten natürlich früher da sein & es galt ja auch noch ein paar Kilometer mit den verschiedensten Transportmitteln bis zur Bushaltestelle (außerhalb von Vinh Long) zu bewältigen. 😉

Am Vorabend hatten wir von Thuy Ans Bruder Giang erfahren, dass es auch eine Fähre gibt & man von der Anlegestelle aus (leider wissen wir nicht, wie der Ort heißt 😦 , eventuell meinte er Cai Be?) mit einem Bus nach HCMC fahren kann & man sich damit den Weg nach Vinh Long sparen könnte, aber da hatten wir schon unsere Tickets gekauft. Wie schade! Das wäre sicher eine gute (& vor allem bequeme) Alternativroute. Aber es half alles nichts – eine halbe Stunde mit den Rucksäcken auf dem Moped musste zurückgelegt werden. 😉 Dieses Mal fuhren uns allerdings Toân (Thuy Ans Cousin) & ein Freund mit Motorrädern zur Fähre. Bevor es losging, zahlten wir noch die Miete für die Fahrräder & für die Fahrt mit den Motorrädern. Eigentlich wollten wir uns auch an den Kosten für das Essen beteiligen, aber das hatte Giang am Abend zuvor bereits vehement abgelehnt. Wir sollten uns eingeladen fühlen. Wie lieb! 🙂

Jetzt aber los mit den Motorrädern. Ich hatte wieder das Glück, dass mein Rucksack vorn zwischen Lenker & Sitz verstaut werden konnte – Nico musste seinen wieder auf dem Rücken tragen. Der Arme! Nico meinte nach der Fahrt allerdings, dass es diesmal lange nicht so anstrengend war wie auf der Hinfahrt. Dafür hatte ich es als anstrengender empfunden: Mein Helm saß nicht, so dass ich ihn die ganze Zeit mit einer Hand festhalten musste. Mit der anderen versuchte ich, mich auf dem Motorrad festzuhalten. Das wurde mit der Zeit ganz schön anstrengend, so dass ich mir die Ankunft am Fährhafen sehnlichst herbeiwünschte. Letztlich ging es wirklich recht flott & wir verabschiedeten uns von den beiden. Es war sooo eine schöne & lustige Zeit in Dong Phu! Cảm ơn, Giang and family! 🙂

Auf dem Weg zur Fähre reihten wir uns zwischen die knatternden Mopeds ein, bezahlten die 1000 Dong für die Überfahrt beim Kassierer & warteten dann erst mal. Es hatte zwar gerade eine Fähre angelegt, allerdings stiegen nur Leute aus & danach durfte niemand einsteigen?! Stattdessen legte die Fähre wieder ab & fuhr zur Seite. Am anderen Ufer hatte gerade die zweite Fähre angelegt & ließ die Leute aussteigen & neue Passagiere einsteigen. Aber es dauerte … Anscheinend werden nur dann 2 Fahren eingesetzt, wenn es sich auch wirklich lohnt. Und nur halbvoll lohnt eben nicht. Aber wir hatten ja noch genügend Zeit, daher störte die Warterei nicht wirklich. Als wir dann schließlich übergesetzt hatten, versuchten wir, zum Kiosk nebenan zu gelangen, was bei all den Mopeds um uns herum nicht so einfach war. Einerseits waren ja da die Mopeds, die vom Boot fuhren, andererseits warteten hinter den Schranken schon ungeduldig die nächsten Passagiere mit ihren Mopeds darauf, auf das Boot zu fahren. Ein totales Gewusel! Wir erreichten zwar den Kiosk, entdeckten dort aber nichts, was wir uns zum Frühstück vorstellen konnten. Und Englisch verstand hier natürlich auch keiner. Dann essen wir eben doch Kekse oder finden noch etwas an der Busstation.

Hier am Fährhafen standen auch zwei Taxen. Mit einer fuhren wir zur Bushaltestelle & bezahlten komischerweise dieses Mal 20.000 Dong weniger (immerhin ein Drittel des Fahrpreises) als noch auf dem Hinweg?! An der Bushaltestelle liefen ein paar Frauen mit Mangos, Reisfladen und anderen Waren herum, die sie den Wartenden anboten. Da war für uns auch nicht so recht etwas dabei, so dass wir uns selbst noch mal in der Gegend umsahen, allerdings erfolglos. Es blieb also bei Keksen & Wasser zum Frühstück. 🙂

Am Busbahnhof

Am Busbahnhof

Unser Bus (von der Firma Mai Linh – bei Futa Buslines war ja am Vortag bereits alles ausverkauft für die Fahrten zwischen 3 Uhr morgens und 8 Uhr abends) kam etwa eine halbe Stunde vor Abfahrt. Hier stiegen ein paar Leute aus, u. a. auch ein französisches Pärchen. Das Mädel sprach uns, die wir hier so wartend herumsaßen, direkt an & fragte, ob wir vielleicht eine Unterkunft empfehlen könnten. Das konnten wir! 🙂 Wir erklärten ihr, wie sie zum Happy Family Guesthouse gelangen. Sie wollten es auf jeden Fall versuchen – wir wissen allerdings nicht, ob sie es geschafft haben. Wir hoffen es! 🙂

Danach verluden wir unsere Rucksäcke im recht kleinen Gepäckfach unseres ebenfalls kleinen Buses & warteten wieder. Einsteigen durften wir dann ein paar Minuten später. Zwar war die Abfahrtszeit inzwischen erreicht, aber wir fuhren noch nicht ab, sondern warteten noch auf weitere Gäste. 15 Minuten später ging es dann aber los. Auf der Fahrt Richtung Saigon stiegen an mehreren Punkten noch weitere Fahrgäste zu, so dass der Bus am Ende sehr voll war & die 4 mitfahrenden Kinder jeweils auf dem Schoß ihrer Eltern saßen. Wir hatten glücklicherweise gute Plätze & es war klimatisiert. Die Fahrt dauerte insgesamt 2,5 Stunden. Dann kamen wir wieder an dem großen Busbahnhof außerhalb Saigons an. Wir waren kaum ausgestiegen (geschweige denn, dass wir unser Gepäck bereits erhalten hatten), da waren wir schon von mind. 10 Taxifahrern umringt, die uns alle fahren wollten. No, thank you, guys! 😉 Wir hatten kurz zuvor bereits einen Bus (Linie 2) entdeckt, die bis zum Ben-Thanh-Markt (also ins Zentrum) fährt, daher stand schon fest, dass wir diesen Bus nehmen würden.

Wir wurden die Taxifahrer irgendwie auch alle los & stiegen in den Bus ins Zentrum. Dank Navi-App hatten wir sehr gut im Blick, wo wir am besten aussteigen, um wieder schnell im Backpacker-Viertel zu sein & zu dem Guesthouse von unserem ersten Saigon-Aufenthalt (Thien Phu) zu laufen. Gut durchgeschwitzt kamen wir im Thien Phu Guesthouse an & erhielten dort wieder ein sehr schönes Zimmer – diesmal eine Etage tiefer (Zimmer 102) mit funktionierender Klimaanlage. Yeah! 🙂

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