Die bekannteste Nähstube Vietnams

So eine 17-stündige Bahnfahrt schlaucht ganz schön, aber vor allem wollten wir mal duschen. Hier im Homestay May Xanh (Blue Clouds) war alles wie neu, ordentlich und sauber. Es gab 2 große Betten, einen Kleiderschrank, einen Kühlschrank, eine Klimaanlage, einen Fernseher und ein schönes eigenes Bad. Wir duschten also erst mal und ruhten uns ein wenig aus, wollten dann aber doch auch bald die Stadt erkunden, schließlich hatten wir schon sooo viel Gutes gehört bzw. gelesen.

Hoi An ist bekannt für die vielen Nähstuben & Schneidereien, in denen alles genäht wird, was man möchte bzw. werden auch einfach Sachen aus europäischen Katalogen nachgenäht. Wir haben auch in Saigon schon einige kleine Nähstuben gesehen, aber hier soll es die größte Nähstubendichte geben. 😉 Manche lassen sich hier ihre Hochzeitskleidung nähen und verbinden das ganz nebenbei mit einem Urlaub. Wir hatten ein paar Minuten bis zur Altstadt zu laufen und waren gerade erst dort angekommen, da wurden wir schon angesprochen – Wie es uns geht? Wo wir herkommen? Wie lange wir schon in Hoi An sind? usw. – Am Ende sagte uns die Frau, dass wir doch unbedingt in ihre Nähstube kommen sollen. Äh, ja – später vielleicht. Wir wollten uns erst mal nur die Stadt ansehen und uns nicht etwas nähen lassen, zumal unsere Rucksäcke schon voll genug waren. Kaum 100 m weiter der nächste, der uns in seinen Laden lotzen wollte, und so ging das immer weiter. Jeder wollte uns was verkaufen. Auf Dauer war das sehr anstrengend!

Die Stadt selbst, insbesondere die Altstadt, ist aber sehr schön: Es gibt viele kleine Straßen mit kleinen Geschäften, Kunstgalerien und Restaurants. Vorbei an mehreren Tempeln sowie der Markthalle und dem Geschichtsmuseum von Hoi An und über die Japanische Brücke ging es bis zum Restaurant Mermaid, wo wir eine kurze Pause einlegten. Nach einer kleinen Stärkung schlenderten wir über den Markt noch bis zum Ufer des Thu-Bon-Flusses, wo sich ein Restaurant an das nächste reihte. Hier war uns aber doch zu viel Trubel, so dass wir uns einen ruhigeren Ort zum Verweilen suchten und dort die vorbeifahrenden Boote beobachteten.

Auf dem Rückweg dämmerte es bereits und die Stände vom Nachtmarkt wurden aufgebaut. Der Trubel auf beiden Seiten des Flusses hatte eher noch zugenommen, aber es war eine schöne Atmosphäre. Die Brücke war sehr schön illuminiert, auf dem Fluss schwammen riesige beleuchtete Lotosblüten und in den Bäumen hingen Lampions.

Wir befragten die „HappyCow“ und fanden so ein kleines veganes Restaurant (Quan Chay Cham), in dem wir gut und günstig gegessen haben. Die Verständigung war etwas schwierig, die einzige gemeinsame Sprache war die Zeichensprache.

Sehr lecker!

Sehr lecker!

Gut gesättigt, schlenderten wir nur noch ins Guesthouse zurück. Das ständige Angesprochen-werden, ob wir nicht was genäht bekommen haben wollen oder irgendetwas anderes kaufen wollen, hatte unsere Nerven zur Genüge belastet. Leider war unser Guesthouse ab dem folgenden Tag ausgebucht, so dass wir morgen auf jeden Fall umziehen müssten. Wir hatten zwar über das Online-Formular auf der Website des Guesthouse ein Zimmer angefragt, aber unsere Anfrage kam wohl nicht an. Allerdings hat sich der Chef von unserem Guesthouse dann sehr engagiert um einen guten Ersatz gekümmert und meinte, ein Freund/eine Freundin von ihm hätte ein Zimmer frei.

Für den folgenden Tag haben wir bei ihm noch eine Tour zu My Son gebucht sowie die Abfahrtszeit erfragt und sind dann todmüde ins Bett gefallen.

Dieser Beitrag wurde unter Reise, Unterkunft, Vietnam abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s