Radeln in & um Hoi An

Das Boot unserer Rückfahrt von My Son setzte uns am Hafen am Rande der Altstadt ab & wir schlenderten zu unserer bisherigen Unterkunft zurück & durchquerten dabei ein paar schöne Gassen, die sonst eher nicht von Touris aufgesucht werden. So war zumindest unser Eindruck. Von Kindern wurden wir freudig mit „Hello“ begrüßt & die Erwachsenen lächelten oder schauten uns ungläubig an.

Huhn-Mama mit Kindern :)

Unterwegs zum Homestay: Huhn-Mama mit Kindern 🙂

Auf dem Weg zum Blue Clouds Homestay hatten wir ja noch ein wenig die Hoffnung, dass wir doch bleiben könnten & die erwarteten Gäste eventuell gar nicht anreisen. Dort angekommen, sahen wir aber schon unsere Rucksäcke stehen – schade! Wir wären gern länger geblieben – hier war es wirklich schön. Nicht ganz so günstig wie unsere Unterkunft in Saigon, aber eben alles sehr neu & ordentlich & eine schöne Atmosphäre. Die junge Frau an der Rezeption (die Schwiegertochter des Chefs, glaube ich) bedankte sich noch mal ganz freundlich bei uns für unseren Besuch & versicherte uns, dass die andere Unterkunft, die sie für uns bei Freunden von ihnen organisiert hatten, auch sehr schön sei. Dann bestellte sie noch ein Taxi, was auch kurz darauf schon angefahren kam. Wir stiegen ein & los gings … Wir wussten noch nicht einmal wohin?! Irgendwo in Hoi An … Wahrscheinlich. 😉

Eingang zum Blue Clouds Homestay

Eingang zum Blue Clouds Homestay

Wir fuhren in Richtung Zentrum & dann in ein Viertel, das wir noch nicht kannten. Das Taxi hielt schließlich vor einem Möbelladen & der Fahrer deutete uns, dass wir hier aussteigen müssten. Dort wurden wir auch von 2 Damen herzlich begrüßt & der Chef des anderen Homestay kam noch mit dem Moped angebraust, um unser Taxi zu bezahlen. Einwände unsererseits wurden abgelehnt. Dann bedankte & entschuldigte er sich noch mal, dass wir nicht bei ihm bleiben konnten (was ja eher unsere Schuld war – wir hätten ja auch mal was buchen können), & verabschiedete sich.

Die beiden Damen führten uns zu unserem Zimmer, das ebenfalls sehr gut aussah. Schickes Bad, schöne Möbel, alles sauber. Prima! Nehmen wir. 🙂 Wie sich später herausstellte, waren wir hier im Thien Tan Homestay gelandet – allerdings nicht im Haupthaus, sondern in dem Gebäude, in dem sich auch das Möbelgeschäft der Chefin befindet. Wir ruhten uns erst mal etwas aus & überlegten, was wir in den nächsten Tagen noch unternehmen & wann wir eigentlich weiterreisen wollten.

Bei der Chefin Trang, die wirklich sehr freundlich zu uns war, erkundigten wir uns nach Fahrrädern, dem Wäscheservice & nach einem Bus nach Huế (das sollte unser nächstes Ziel sein). Alle Fragen konnten einfach geklärt werden. Am nächsten Tag würden wir Fahrräder vom Homestay leihen, der Wäscheservice kostete 20.000 Dong pro kg (guter Preis) & Tickets für den Bus am Samstag nach Huế konnte sie auch für uns organisieren. Sehr schön!

Wir suchten dann erst mal unsere Sachen für den Wäscheservice zusammen (zum Teil mussten wir ein paar Wäscheteile mit der Hand vorwaschen, damit sie nach der Wäsche auch einigermaßen sauber sind) & übergaben diese vertrauensvoll an Trang.

Nebenan gab es einen kleinen, aber bis oben hin vollgepackten Laden (so etwas hatten wir in Hoi An schon vermisst – bisher waren uns nur kleine Straßenstände & Souvenirshops begegnet, an denen die Waren zu völlig überteuerten Preisen angeboten wurden). In dem Shop nebenan war das anders – hier gab es die Produkte zu den üblichen (vietnamesischen) Preisen. Wir deckten uns mit ein paar Keksen, Erdnüssen & Wasserflaschen ein.

Am Abend gingen wir noch sehr lecker, aber dennoch günstig essen. Das Restaurant Minh Hieu hatten wir wieder über die App HappyCow gefunden & befand sich unweit unserer Unterkunft. Wir aßen unter anderem Crisp Pancakes nach Hoi Aner Art. Dabei wird Reispapier mit einem Stück von dem knusprigen Pancake sowie mit gebratener Aubergine, Zitronengras, Kräutern & Salat belegt, das Ganze dann gerollt & in einen leckeren Dip getunkt & verspeist. Fantastisch! Sehr zu empfehlen. 🙂

Am nächsten Tag standen wir nicht zu spät auf & frühstückten gegen halb 9. Trang & eine Mitarbeiterin bereiteten uns ganz frisch Spiegelei, ein paar Tomatenscheiben & einen Shake aus Mango, Drachenfrucht, Papaya & Banane zu. Außerdem gab es noch Baguettebrötchen sowie Soja- & Chilisauce zum Würzen.

Heute wollten wir eine Radtour machen – vorwiegend zu den Stränden in der Nähe von Hoi An. Wir radelten also mit unseren Rädern vom Homestay los (die natürlich eher zu klein für uns waren), fuhren noch ein Stück durch die Stadt, dann an Reisfeldern vorbei, überquerten einen Fluss sowie eine größere Straße & waren dann fast am ersten Strand angekommen, als wir von mehreren Einheimischen abgefangen wurden, die uns & den anderen Radlern, die offensichtlich auch zum Strand wollten, erklärten, dass wir unsere Räder hier „parken“ müssten. Selbstverständlich nicht kostenlos – 5.000 Dong pro Rad sollte der Spaß kosten. Och nee, wir wollten uns den Strand doch erst mal nur ansehen & dann weiter zum nächsten (der noch schöner sein soll). Aber es half alles nichts – die Parkgebühren mussten wir zahlen.

Wir liefen dann noch die letzten Meter bis zum Strand & wurden auch hier wieder von Einheimischen abgefangen, die uns ihre Sonnenschirme & Liegen anboten – angeblich kostenlos. Nein, danke – wir schauen nur mal. 😉

Der Strand selbst war wirklich sehr schön – weißer, feiner Sand, kristallklares Wasser, ein paar kleine runde Fischerboote, ein paar Sonnenliegen & -schirme & natürlich auch einige Badegäste. Wir blieben dennoch nicht lange hier, da wir ja noch zu dem anderen Strand wollten. Also, Fahrräder vom Parkplatz geholt & weitergeradelt.

Diesmal durch eine kleine Wohnsiedlung in Strandnähe – angenehm ruhig hier. Irgendwann mussten wir dann aber doch auf die große Straße wechseln, die wir zuvor schon einmal überquert hatten. Sobald wir auch nur ein wenig in die Nähe von einem offiziellen Strandabschnitt kamen, hörten wir schon von Weitem Rufe „Hello, parking here.“ Dabei wollten wir doch nur ein ruhiges Plätzchen am Strand. Wir radelten noch fast bis ans Ende der Bucht, wo allerdings von Sandstrand nichts mehr zu sehen war – nur Steine & Betonrampen.

Daher kehrten wir wieder um & fuhren zu der Wohnsiedlung zurück. Dort hatten wir auf dem Hinweg eins, zwei Wege gesehen, die wahrscheinlich auch zum Strand führten. An einem davon stellten wir unsere Räder ab & gelangten endlich zu einem ruhigen Strandabschnitt – ganz ohne Parkgebühren, dafür aber nicht ganz so aufgeräumt & sauber, jedoch schön ruhig. Da es zwar bisher total bewölkt, dennoch sehr heiß war, gingen wir erst mal ins Wasser, dass überraschend kühl war. Herrlich!

Danach kam auch allmählich die Sonne hervor, so dass ich mich endlich mal mit Sonnencreme eincremte. Dabei stellte ich fest, dass sich meine Schultern schon recht heiß anfühlten & allmählich rot wurden. Oh, oh! Wenn meine Haut jetzt schon rot wird, dann gibt das einen heftigen Sonnenbrand. :/ Das sollte sich auch noch bewahrheiten. 😉 Da die Sonne nun immer mehr herauskam & es unerträglich heiß wurde, kühlten wir uns noch mal im Wasser ab & machten uns danach allmählich auf den Rückweg. Auf dem Weg zu dem ersten Strand von heute Vormittag hatten wir eine kleine Bäckerei gesehen, die wir jetzt aufsuchten, um uns noch eine süße Stärkung zu gönnen. 🙂

Man beachte auch die Beschriftung im Hintergrund ;)

Man beachte auch die Beschriftung im Hintergrund 😉

Für den heutigen Abend hatte uns Trang zu einem gemeinsamen Abendessen mit ihrer Familie eingeladen. Gegen halb 7 begaben wir uns in die Küche (in der wir auch am Morgen schon gefrühstückt hatten & die zum Wohnbereich der Familie von Trang gehörte), wo auch schon Trang selbst, eine ihrer Schwestern, ihr Mann, eine Freundin, die Schwiegermutter sowie eine weitere Mieterin des Hauses (Judy, eine Amerikanerin) am reich gedeckten Tisch saßen bzw. noch weiteres Essen zubereiteten. Wow, das sah toll aus! Eine 2. Mieterin (Renee, ursprünglich aus Südafrika) gesellte sich auch noch zu der Runde & dann wurde geschlemmt. Zu unserer großen Freude gab es sogar ausschließlich vegetarisch zu essen. Und es war sehr, sehr lecker! Und vor allem reichlich. Sobald eine Schüssel leer war, wurde sie sofort wieder aufgefüllt. Ähnlich war das mit unseren Weingläsern. Da musste man echt aufpassen. 😉 Es war jedenfalls ein wunderbarer Abend mit sehr netten Unterhaltungen. Cảm ơn, Trang! 🙂

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