Hanoi, wir kommen

Zentralvietnam ist schön, es gibt viele interessante historische Orte, aber es ist auch sehr heiß (zumindest im Mai) und vor allem läuft uns die Zeit davon. Wir wollen auch den Norden noch ein bisschen entdecken und unser Rückflug geht ja auch von Hanoi.

Wir wollten wieder mit der Bahn reisen, auch wieder über Nacht, aber diesmal nur reichlich 12 Stunden. 😉 Obwohl wir 2 Tage vorher am Bahnhof waren, hatten wir „nur“ noch Tickets im hard sleepers-Abteil bekommen. Aber bis unser Zug fuhr, hatten wir noch reichlich Zeit. Wir haben etwas ausgeschlafen, alles gepackt und ausgecheckt & konnten dann unser Gepäck noch im Hotel unterstellen.

Wir wollten erst mal etwas frühstücken und fanden unweit ein Café, allerdings gab es nur Getränke. Wir saßen gemütlich und tranken Kaffee bzw. Lemon Juice. Da auch der Hunger kam, recherchierten wir im Internet nach einer Bäckerei und fanden in der Nähe eine French Bakery, die wir auch gleich aufsuchten (La Boulangerie Française, 46 Nguyến Tri Phương, Hue). Ja, das war genau das Richtige für uns! Wir blieben bis zum frühen Nachmittag dort und kosteten uns durch die (gesamte) Karte.

Am Ende bestellten wir noch 2 Baguettes für unterwegs im Zug, gingen dann erst zum Hotel, um unsere Rucksäcke zu holen und anschließend zum Bahnhof.

Am Bahnhof Hue

Am Bahnhof Hue

Wir hatten wieder noch etwas Zeit, bis der Zug fuhr und suchten uns einen Sitzplatz im Wartebereich. Kurz vor der geplanten Abfahrt um 16:28 Uhr wurde ein Durchgang geöffnet, an dem die Tickets kontrolliert wurden. Wir kamen in einen weiteren Warteraum, ließen die Rucksäcke aber gleich auf, da wir dachten, es geht dann weiter auf den Bahnsteig. Falsch gedacht, stattdessen kam aber eine Durchsage auf Vietnamesisch. Ein einheimischer Reisender gab uns dann zu verstehen, dass es noch etwas dauert und dass wir uns ruhig setzen können. Letztendlich hatte der Zug etwa eine Stunde Verspätung, was uns aber gar nicht so unrecht war, da die geplante Ankunft in Hanoi kurz vor 5 Uhr morgens war, was verdammt früh ist. 😉

Etwa 17:15 kam erneut eine Durchsage und die Türen zum Bahnsteig wurden geöffnet. Wo welcher Waggon stehen wird, war am Bahnsteig gekennzeichnet, so dass wir uns richtig positionieren konnten. Als der Zug einfuhr und zum Stehen kam, passte das auch ganz gut, so dass wir unser Abteil schnell fanden.

Die hard sleepers-Abteile unterscheiden sich zu den soft sleepers nur dadurch, dass auf jeder Seite drei Liegen übereinander sind und die Polster auf den Liegen deutlich dünner. Wir verstauten unser Gepäck unter den Liegen, klappten die mittleren nach oben und richteten uns auf den unteren Liegen ein. Ein Zugbegleiter brachte uns noch frisches Bettzeug und dann setzte sich der Zug auch schon in Bewegung. Die ersten 2 Stunden hatten wir das Abteil für uns allein, erst dann kam eine vietnamesische Familie hinzu. Eine Kommunikation, außer einige Gestiken, kam nicht zustande.

Wir schrieben fleißig für den Blog, genossen unsere Baguettes zum Abendbrot und versuchten dann zu schlafen. Das mit dem Schlafen hat nur mittelprächtig geklappt, wirklich erholsam ist so eine Nacht im Schlafwagen nicht. Am Ende hatte der Zug noch etwa 45 min Verspätung, d.h. wir waren kurz nach halb 6 in Hanoi. Auch hier hatten wir noch keine Unterkunft reserviert, wir dachten, dass wir früh genug da sind, um uns etwas zu suchen.

Apropos suchen, erst mal wollten wir ein Lokal, idealerweise eine Bäckerei, für das Frühstück suchen. Wir fanden ein kleines Café in der Nähe des Hoan-Kiem-Sees und bekamen gleich zu spüren, dass es in Hanoi wohl etwas teurer als im Süden ist. Anschließend ging es auf Hotelsuche. Unsere erste Anlaufstelle, das May de Ville Backpackers Hostel haben wir nicht gefunden bzw. waren wir richtig, es hieß nur May de Ville Hotel?! Bei den Bewertungen im Internet wurde von dem Hotel abgeraten. Unsere 2. Wahl war leider ausgebucht und die 3. Wahl zu teuer, allerdings bekamen wir dort den Tipp, es doch mal im Blue Sky Hotel 2 zu versuchen. Dort waren wir dann auch erfolgreich. Für 320.000 Dong bekamen wir ein Doppelzimmer mit Klima, Kühlschrank, TV und eigenem Bad. Endlich, die Sucherei hatte ein Ende! Jetzt erst mal duschen und ausruhen, bevor wir dann die Altstadt erkunden.

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