Einmal quer durch Malaysia, bitte!

Dass wir diesmal nicht lange in KL bleiben würden, war klar. Wir sehnten uns mal wieder nach Entspannung & Sonne, Strand & Meer. Da boten sich die Perhentian Islands irgendwie an. Ein kleines Inselparadies vor der Nordostküste Malaysias (so liest es sich im Internet). Am Montag ging es nun also wieder weiter.

Wir hatten zuvor einen günstigen Flug nach Kota Bharu ergattert (diesmal von Firefly), von wo aus man recht einfach auf die Perhentian Islands kommt. Unser Flug sollte 11:50 Uhr von dem 2. Flughafen in KL (mit dem einfach zu merkenden Namen Lapangan Terbang Sultan Abdul Aziz Shah ;-), kurz: Subang) starten & gegen 13 Uhr in Kota Bharu landen. Wir machten uns also nach einem entspannten (& letzten) Frühstück im Wheeler’s auf den Weg zur Bushaltestelle, die hier direkt um die Ecke ist (Pasar Seni). Mit dem Linienbus U81 fuhren wir für günstige 6 Ringgit (umgerechnet ca. 1,50 Euro für uns beide) etwa 1 Stunde bis zum Flughafengelände. Die Haltestelle befindet sich nur ein paar Meter von der Abflughalle entfernt. Der Flughafen selbst ist auch recht klein & übersichtlich, so dass wir uns schnell zurechtfanden. Da wir (wie eigentlich fast immer) online eingecheckt hatten, konnten wir unsere Boardingpässe an einem kleinen Terminal selbst ausdrucken, allerdings mussten wir uns danach an eine lange Schlange anstellen, um unser Gepäck aufzugeben. Danach hatten wir immer noch knapp 2 Stunden Zeit bis zum Abflug. Zum Glück gab es hier auch wieder kostenfreies WLAN. 😉

Unser Flieger war diesmal eine vergleichsweise kleine, aber feine Propellermaschine. Sie stand schon eine Weile am Gate & wir konnten zusehen, wie da gerade ein Rad gewechselt wurde. Ähm, ist das jetzt ein gutes oder ein schlechtes Zeichen? 😮

Es muss ein gutes Zeichen gewesen sein – der Captain ging in seiner Durchsage vor dem Start sogar darauf ein & erklärte, dass das andere Rad wohl nicht mehr so ganz okay war & Sicherheit aber vor Pünktlichkeit ginge. Hat er Recht! Mit etwa 20 Minuten Verspätung starteten wir schließlich & die Landung eine knappe Stunde später war die sanfteste, die wir bis dahin erlebt hatten (& das waren ja schon ein paar).

Der Flughafen in Kota Bharu war sooo klein, sehr niedlich. 🙂 Wir brauchten allerdings wieder eine ganze Weile, bis wir unsere Rucksäcke von ihren Schutzhüllen befreit hatten & waren dadurch die letzten, die die Ankunftshalle verließen. Prompt wurden wir natürlich angesprochen, ob wir ein Taxi brauchen bzw. zu den Perhentians wollen. Da wir den Weg dahin weitestgehend öffentlich bestreiten wollten, sagten wir, dass wir erst mal in die Stadt wollen & dann sicher bald auch noch auf die Perhentians. Der Taxifahrer erzählte uns außerdem, dass er auch ein Guide sei & wenn wir Hilfe bräuchten, dann sollten wir ihn anrufen. Dabei steckte er uns seine Karte zu. Wir fragten ihn noch nach der Bushaltestelle, die er uns freundlicherweise zeigte (zumindest die Richtung) & dazu sagte, dass der Bus gerade abgefahren sei.

Wir begaben uns nach draußen (in die brütende Mittagshitze) & hielten nach der Haltestelle Ausschau. Nicht so einfach zu erkennen, aber ein erneutes Nachfragen bei Passanten brachte uns zum Ziel. An der Haltestelle wurden wir von so ziemlich jedem Taxifahrer angehupt, der vorbeifuhr. Alle wollten uns fahren – wir lehnten immer freundlich ab & dann fuhren sie beruhigt weiter. Unser Bus (Cityliner 9) kam nach einer knappen halben Stunde & brachte uns für 1,80 Ringgit pro Person in die Innenstadt. An einem Schalter am Busterminal erkundigten wir uns nach dem Bus nach Kuala Besut. Der würde von hier fahren, Abfahrt 15 Uhr. Ob wir denn nicht Tickets für das Schnellboot auf die Perhentians brauchen? Hier würden wir sie für 120 statt 140 Ringgit bekommen (Hin- & Rückfahrt für 2 Personen) & könnten heute noch mit dem letzten Boot um 16 Uhr auf die Inseln übersetzen. In unseren Gesichtern müssen große Fragezeichen gestanden haben. Wieso sollen wir die Tickets für das Boot hier kaufen & nicht erst in Kuala Besut? Und schaffen wir das Boot um 4 wirklich? Die Fahrt nach Kuala Besut soll mindestens 1,5 Stunden dauern. Und eigentlich wollten wir ein Boot um 5 nehmen. Der Mann am Schalter überzeugte uns schließlich damit, dass er am Hafen anrufen & das Boot auf uns warten würde. Statt der Bustickets standen wir also plötzlich mit Tickets für ein Schnellboot zu den Perhentians da. Die Bustickets (6 Ringgit pro Person) bekamen wir schließlich im Bus (Nr. 639). Mit einem etwas mulmigen Gefühl saßen wir in diesem abgewrackten Bus & harrten nun der Dinge, die da kommen mögen.

Vorbei an schöner Küstenlandschaft, riesigen Palmenfeldern & durch kleinere Ortschaften hindurch näherten wir uns langsam, aber sicher unserem Ziel Kuala Besut. Nach den erwarteten gut 1,5 Stunden Fahrt kamen wir an der Busstation an & liefen von dort aus zu Fuß zum Fährterminal. Mal sehen, ob wir nun noch ein Boot kriegen würden? Das „letzte“ ist ja theoretisch vor einer halben Stunde abgefahren. 😉

Kaum am Hafen angekommen, wurden wir auch schon von mehreren Leuten in Empfang genommen, die uns fragten, ob wir schon ein Ticket hätten, was wir bejahen konnten. Dann wurden wir noch schnell zu einem kleinen Büro geführt, unterschrieben dort einen Zettel & schwupps gings zum Boot, also fast: erst mal noch die Eintrittsgebühr (5 Ringgit pro Person) für den National Marine Park bezahlt, zu dem die Perhentian Islands gehören. Dann wurde das Gepäck in der Mitte des doch recht kleinen Boots (für max. 12 Passagiere zugelassen) verfrachtet & wir sowie 10 weitere Fahrgäste setzten uns drumherum. Die Schwimmwesten mussten wir auch noch anziehen & schon heulten die Motoren auf. Mit knapp 40 km/h raste bzw. flog unser kleines Boot übers Wasser & nicht immer war die Landung angenehm. Wir hatten aber Glück, wir saßen recht weit hinten im Boot, wo das Aufschlagen des Bootes auf das Wassers nicht ganz so hart zu spüren ist. Wir waren natürlich auch nicht das einzige Boot, das es so eilig hatte. Ich wurde das Gefühl nicht los, dass hier ein kleiner Wettbewerb stattfand. 😉 Wir gewannen den zwar nicht, aber wenigstens kamen wir nach einer knappen Stunde heil & sicher an.

Vor der Abfahrt waren alle Fahrgäste gefragt worden, auf welcher der beiden Inseln sie abgesetzt werden wollen bzw. welche Unterkunft sie gebucht hätten. Die wenigsten hatten eine, aber für eine Bucht musste man sich entscheiden. Wir hatten uns im Vorfeld für Coral Bay auf der kleineren der beiden Inseln (auf Pulau Perhentian Kecil) entschieden & wurden nun mit einem anderen Pärchen als erstes abgesetzt.

Wow, sah das toll aus hier! Weißer Sand, blaues Meer, ein paar Boote, die im Wasser lagen, dazu strahlender Sonnenschein. Was will man mehr? Okay, ein Dach über dem Kopf wäre vielleicht nicht schlecht. Also stapften wir mit unseren fetten Wanderschuhen durch den Sand auf der Suche nach den Butterfly Chalets, die – vom Bootsanleger aus betrachtet – ganz am anderen Ende der Bucht zu finden sind. Reserviert hatten wir natürlich nichts – wir hofften einfach, dass wir trotz beginnender Hochsaison dort einen freien Bungalow bekommen würden. Wir wurden auch nicht enttäuscht. 3 Hütten standen zur Auswahl – wir entschieden uns für Nummer 9, fast die letzte Hütte hier – daneben fing der Wald an. Endlich angekommen – am beinah äußersten nordöstlichen Zipfel Malaysias! Hier bleiben wir erst mal für ein paar Tage – das stand fest. 🙂

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Eine Antwort zu Einmal quer durch Malaysia, bitte!

  1. icke schreibt:

    yeah, urlaub von der weltreise 😉

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