Über Märkte & bei Puppenmachern

Wir hatten uns erst noch ein wenig mit Nele, unserer Zimmergenossin, unterhalten. Sie kommt ursprünglich aus einem kleinen Ort in Hessen, ist 23 Jahre jung & schon seit 2,5 Jahren auf Reisen & wollte nun eigentlich diesen Herbst nach Deutschland zurückkehren. Sie war sich nur nicht ganz sicher, ob sie das wirklich will & was sie dann da erwartet. Nach unserem sehr netten Gespräch gingen Nico & ich erst mal in die Stadt, machten Kaffeepause in einer kleinen Bäckerei (Muhibah Bakery) & erledigten ein paar Einkäufe. Abends aßen wir in dem besagten vegetarischen Restaurant (Muhibah), das uns von Ramon empfohlen wurde, denn hier gäbe es sogar Brokkoli! 😉 Es war auch wirklich sehr lecker hier & spottbillig! Wir zahlten zu zweit gerade mal 20 Ringgit (inkl. Getränke).

Am nächsten Morgen schliefen wir erst mal ordentlich aus. Letzte Nacht hatten wir noch ganz schön lange am Blog gesessen, so dass es ziemlich spät geworden war. Wir wussten auch immer noch nicht so recht, wohin wir als nächstes fahren wollten. Ursprünglich wollten wir noch in den ältesten Nationalpark Malaysias, den Taman Negara (1939 gegründet), außerdem in die Cameron Highlands & zum Schluss auf die Insel Penang, genauer gesagt nach Georgetown. Aber so langsam lief uns die Zeit davon – wir hatten ja noch Indonesien geplant & schon gehört, dass die Transporte dort dann wieder deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen würden. Wir müssten noch mal mit Zach, dem Chef unseres Guesthouses, sprechen. Der hätte sicher ein paar Ideen. Zunächst wollte er aber mit Nele, einer Engländerin, die heute angereist war (an deren Namen ich mich nur leider nicht mehr erinnern kann), & uns eine Tour durch Kota Bharu machen. Das klang super!

Wir liefen zuerst über den Markt in der nahegelegenen Markthalle (Pasar Besar Siti Khadijah), wo uns Zach alle möglichen für die Region typischen Köstlichkeiten vorstellte, z. B. Curry Puff (gefüllte Teigtaschen) oder Durian mit süßem Reis. Letzteres haben wir übrigens dankend abgelehnt. Unsere Durian-Erfahrung war irgendwie immer noch zu frisch. 😉

Danach ging es zum Fluss Kelantan. Hier fuhren wir mit einer kleinen Fähre ein gutes Stück den Fluss hinauf (hin und zurück 2 Ringgit/Person). Unterwegs schleppten wir noch eine andere Fähre ab, die offensichtlich liegen geblieben war.

Dann ging es zum anderen Flussufer (Kampung Laut) & von dort aus zu den Puppenmachern. Die wollte uns Zach unbedingt zeigen. Und das war auch wirklich interessant. Wir störten zwar anscheinend gerade bei der Nachmittagssiesta, aber schnell wurde eine fast fertige Figur herausgeholt, anhand derer uns der Puppenmacher die Herstellung erklärte. Er konnte zwar kein oder nur ganz wenig Englisch, aber mit Zachs Unterstützung & mit Händen & Füßen wurde es klar. Zunächst wird ein Muster auf Papier gemalt. Das wird als Schablone genutzt, da die eigentlichen Figuren aus Leder gefertigt werden. Diese werden dann am Ende noch farbig bemalt.

Anschließend bekamen wir ein kleines Theaterstück präsentiert – mit musikalischer Untermalung. Sehr schön! Zum Abschluss durften wir es dann auch alle mal selbst ausprobieren – gar nicht so einfach, aber sehr lustig! 🙂

Der Puppenmacher machte dann noch mit jedem von uns Fotos – mit seinem Handy. Und am Ende schrieben wir ein kleines Dankeschön in sein Gästebuch & etwas Trinkgeld gabs auch noch. Wir mussten ja nicht mal Eintritt bezahlen. Danke schön! Terima kasih!

Bis zur nächsten Fähre hatten wir noch etwas Zeit, daher schauten wir uns ein paar Häuser weiter die Produktion einer speziellen Paste aus getrocknetem Fisch & Chili an, die für eine weitere lokale Spezialität (an deren Namen ich mich leider auch nicht erinnern kann) hergestellt wird. Es roch entsprechend streng nach Fisch. Nix für uns, aber Nele war mutig & kostete davon. Ihrem Gesichtsausdruck nach war es aber wohl auch nicht so ganz ihr Geschmack. 😉

Dann ging es mit der Fähre zurück nach Kota Bharu. Wir liefen anschließend alle zurück zum Guesthouse & jeder ging erst mal wieder seinen Dingen nach.

Gegen 8 steuerten wir alle zusammen einen Inder an, bei dem wir anscheinend gerade noch so Essen bekamen – es war alles etwas hektisch, wenngleich das Essen sehr lecker war. Nach gut 30 Minuten waren wir schon wieder draußen & auf dem Rückweg. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich jemals so schnell mit dem Essen in einem Restaurant fertig war. 😉

Zurück im Guesthouse quetschten wir Zach noch etwas aus – er hatte jede Menge Tipps für Touren auf Lager, aber leider nichts in unserer Preisklasse. :/ Nach einigem Hin & Her entschieden wir uns schließlich dazu, den Nationalpark wegzulassen & stattdessen gleich in die Cameron Highlands zu fahren. Dazu wollten wir den Zug bis Gua Musang nehmen & von dort aus mit einem Minibus nach Tanah Rata, dem Hauptort in den Cameron Highlands, fahren. Der nächste Bahnhof ist in Wakaf Bharu, ein paar Kilometer von Kota Bharu entfernt, so dass wir ein Taxi für den nächsten Morgen bräuchten. Das konnte uns Zach reservieren. Prima! Morgen (Samstag) ginge es also in aller Frühe (für halb 6 war das Taxi bestellt) wieder weiter. Aufregend! 🙂

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