Unterwegs in der Georgian Bay

Am Freitag standen wir auch wieder zeitig auf, schließlich waren heute über 500 km mit dem Auto bis Parry Sound zurückzulegen. Das Wetter war uns nicht so ganz gewogen – wobei… es hätte durchaus schlimmer sein können. Es regnete (relativ wenig) & in weniger als einer Stunde hatten wir unser Zelt abgebaut & saßen im Auto, um Müsli mit Früchten zu frühstücken.

Gegen 10 Uhr ging es dann auf die Autobahn. Während der Fahrt regnete es fast ununterbrochen & es war trüb & grau, erst mal keine Besserung in Sicht. Im (sehr großen!) Großraum Toronto kam noch Stau oder stockender Verkehr hinzu (und das bei bis zu 6 Spuren pro Fahrtrichtung), so dass sich die angepeilte 5,5-stündige Fahrtzeit schon mal locker um eineinhalb Stunden verlängerte.

Kurz nach 17 Uhr erreichten wir unser Ziel, den Ort Parry Sound, & durchkämmten die hiesigen Läden nach einem Campingkocher & einem Topf (oder zumindest topfähnlichen Gefäß). Im Dollarama & bei Canadian Tire wurden wir schließlich fündig! Juchhu! 🙂

Auf dem gewünschten Campingplatz (Richmond Lake Park) gab es auch noch genügend Sites zur Auswahl. Kein Wunder – bei diesem bescheidenen Wetter. 😉 Es regnete nämlich immer noch. Die Mücken hielt das jedoch nicht davon ab, auf uns Jagd zu machen. Unser gewählter Platz bietet einen herrlichen Blick über den See. Mit Sonne sicher noch schöner. 😉 Das Zelt war zum Glück schnell wieder aufgebaut & dann wurde gekocht. Fettuccine! 😀 Dazu gab es Pesto, Tomaten & Erdnüsse. Lecker!

Die Eigentümerin des Campingplatzes machte auch einen netten Eindruck. Sie scheint Katzen zu mögen (im Office befanden sich allein 3 Katzen & Hunde sind auf dem gesamten Gelände nicht erlaubt!) & erzählte noch ein paar Geschichten, die sie hier schon erlebt hat. Es ist z. B. nicht erlaubt, Feuer auf den Picknicktischen zu machen oder sein Auto nachts um 3 Uhr zu putzen. Okay, wir werden versuchen, solche Sachen zu unterlassen. 😉

Am nächsten Morgen schliefen wir einigermaßen aus (bis 9 Uhr). Wach waren wir aber schon früher. Ganz in der Nähe verlaufen hier Bahngleise & die werden auch genutzt. Meist von Güterzügen, die aber nicht einfach nur vorbeirattern – nein, sie hupen auch noch kräftig dabei! Auch nachts… Aber zum Glück nur ein paar wenige, so dass es dann auch einige Stunden wieder ruhig ist.

Nach dem Frühstück ging es wieder los. Heute in den Killbear Provincial Park, der nur etwa 35 km entfernt ist. Der Tagespass kostete 14,50 CAD & galt auch (wie schon bei dem Point Pelee NP) bis 22 Uhr. Wir fuhren zunächst zum Visitor Center & sahen uns die Ausstellung an, um anschließend ganz in den Süden des Parks zu fahren. Das Wetter hatte sich deutlich gebessert – es hatte irgendwann in der Nacht schon aufgehört zu regnen & inzwischen schaute sogar immer mal die Sonne raus. Dann war es auch gleich richtig heiß! Die kleinen Wanderungen, die wir machen wollten, führten aber hauptsächlich durch Wald, so dass es sich aushalten ließ (wenn da nicht die Mücken wären…).

Der erste Wanderweg nannte sich Lighthouse Point Trail & führte natürlich zu einem Leuchtturm. Auf dem Weg dahin begegneten wir vielen Streifenhörnchen – sooo niedlich! Sehr flink, aber putzig. 🙂 Am Leuchtturm selbst entdeckte Nico eine kleine Schlange, die sich aber recht schnell ins Unterholz verkroch.

Der zweite Wanderpfad (Lookout Point Trail) war etwas länger (etwa 4 km). Hier gab es unterwegs – dank eines kleinen Faltblatts, das man sich am Start des Weges mitnehmen konnte – verschiedene Stationen zu entdecken, z. B. dass hier eigentlich mal vorwiegend eine bestimmte Kiefernart wuchs, die Kiefern jedoch großflächig abgeholzt wurden & daher hier nun ein Mischwald wächst. Auf dem Weg zum Lookout trafen wir wieder viele Streifenhörnchen an & auch einige Rehe, zwei sogar ganz nah. 🙂 Am Aussichtspunkt machten wir kurz Pause & genossen den Blick über die Georgian Bay.

Anschließend traten wir den Rückweg an & fuhren zurück nach Parry Sound. Eigentlich hätte Nico gern einen Rundflug mit dem Wasserflugzeug über die Bucht mit ihren „30 000 islands“ gemacht, um sich die zahlreichen Inseln mal von oben anzusehen & für etwa 140 CAD pro Person hätte man das auch machen können, so viel Geld hatten wir aber gerade nicht einstecken. Stattdessen verließen wir den Hafen wieder & fuhren zu einem nahegelegenen Aussichtsturm. Dabei handelt es sich um einen alten Feuerturm, der früher tatsächlich genutzt wurde, um nach Bränden Ausschau zu halten. Von hier hatten wir auch noch mal eine wirklich gute Sicht über die Georgian Bay. 🙂

Zurück auf dem Campingplatz bereiteten wir unser Abendessen zu – heute mal Couscoussalat mit verschiedenem Gemüse sowie Möhren & diverse Dips. Mmmh… 🙂 Oh, nach dem Essen kam noch mal ein Güterzug vorbei – Nico hat mal die Waggons gezählt: 103 waren es! Verrückt!

Inzwischen ist es nach 10 & wir haben uns ins Zelt zurückgezogen… Die Mücken sind auf Dauer etwas lästig! 😉

Morgen steht uns wieder eine längere Fahrt bevor. Unser nächstes Ziel heißt Sault Ste. Marie.

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2 Antworten zu Unterwegs in der Georgian Bay

  1. Mareike schreibt:

    Viel Spaß weiterhin und gutes Wetter!!

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