Auf dem Weg nach Pulau Pangkor

Nach jeder Menge Recherche zu lohnenswerten Zielen an der Westküste der Malaiischen Halbinsel hatten wir uns für Pulau Pangkor entschieden. Es gibt einige Ziele in dieser Region (z. B. Pulau Langkawi oder Pulau Penang), allerdings sind diese bei Reisenden auch sehr beliebt und daher meist sehr touristisch. Pulau Pangkor sollte laut Beschreibung die kleinere (und nicht ganz so hübsche) Schwester von Pulau Penang sein, die auch touristisch erschlossen ist, aber nicht so überlaufen.

Nach unserem zweiten, allerdings viel kürzeren Aufenthalt in KL sollte es also am 19. April mit dem Bus um 10:30 Uhr nach Lumut gehen. Die Tickets für knapp 28 Ringgit (von Plusliner) hatten wir schon am Vortag geholt, so dass wir nur pünktlich am Busterminal sein mussten. So einfach sollte es dann aber nicht sein.

Das Terminal ist riesig, es gibt 22 Plattformen (Haltestellen). In der untersten Etage fahren die Busse, in der darüberliegenden Etage sind Verkaufsstände für Snacks, ein Wartebereich und die Zugänge zu den Plattformen, darüber eine kleine Einkaufsmeile und darüber die Ticketschalter der Busgesellschaften. Wir waren also überpünktlich dort und hatten uns auch an der angegebenen Plattform eingefunden.

Im Busbahnhof Pudu Sentral

Im Busbahnhof Pudu Sentral

Doch zunächst war die Zufahrt von Bussen zugestaut, dann kam endlich ein Bus von Plusliner zu unserer Plattform, doch der Fahrer hat ihn erst mal aufgeräumt und keinen reingelassen. Die Abfahrtszeit war inzwischen aber schon ran. Ich habe mich dann etwas umgesehen und am Nachbarbus unser Ziel gesehen. Juli kam mir dann schon entgegen, sie hatte von einer Passantin erfahren, dass unser Bus nebenan abfährt. Wir waren die Letzten, aber wir waren drin und saßen ganz hinten. 🙂 Es war ein moderner Reisebus mit Klimaanlage, reichlich Platz für die Füße und gepolsterten Sitzen. Einige Male hatten wir richtig Spaß. In den hinteren Sitzreihen spürt man ja Schlaglöcher sowieso besonders internsiv, aber bei Bodenwellen hat es uns mehrfach richtig aus den Sitzen gehoben. Verrückt! 🙂

Nach etwas über 4 Stunden vorbei an Ölpalmenplantagen, durch Ortschaften & über gut ausgebaute Straßen kamen wir in der Küstenstadt Lumut an. Die Bushaltestelle war unweit des Fährablegers, allerdings wollten wir noch Geld abheben und sind deswegen einen kleinen Umweg gegangen. Gut, direkt am Fährableger gab es dann auch einen Automaten, aber da hatten wir ja schon Geld. Die nächste Fähre fuhr viertel 4 und brauchte etwa 35 min für die Überfahrt nach
Pangkor Town.

Auf dieser Insel gibt es keine Busse, daher muss man auf (Minibus-)Taxis ausweichen. Allerdings ist es scheinbar ganz gut organisiert, für bestimmte Orte gibt es Festpreise und die Taxen sind alle gleich lackiert – hübsch pink. 😉

Hübsch, oder? ;)

Hübsch, oder? 😉

Wir wollten erst mal zu einem Guesthouse (obwohl wir wieder nicht reserviert hatten) in Teluk Nipah im Westen der Insel und sollten für die etwa 15-minütige Fahrt 15 Ringgit (etwa 4 Euro) zahlen. Der Taxifahrer fuhr uns zunächst zu einem anderen Guesthouse, aber offensichtlich war es nur ein Missverständnis, denn als wir ihm dann noch mal sagten, dass wir zum Nazri Nipah Camp wollten, hat er uns auch dort abgesetzt. Puh, angekommen!

P1070103aDas Camp besteht auch wieder aus verschiedenen einzelnen Hütten und einem Gemeinschaftsbereich mit Küche. Der Chef zeigte uns zwei Hütten, die noch frei waren. Wobei die eine nur eine ganz kleine Hütte (ohne eigenes Bad) war, die eher an ein Zelt (allerdings aus Holz) erinnerte, wo auch nur 2 Matratzen drin lagen. Die 2. Hütte war etwas größer, richtig gemauert und es gab ein Bad. Wir hatten also die Wahl und entschieden uns für die größere Variante, die 50 Ringgit pro Nacht kosten sollte.

Der in unserer Hütte anfangs nur leicht wahrgenommene Geruch wurde mit der Zeit doch recht penetrant. Der Chef hatte auch bei der Besichtigung die Vorhänge und Kopfkissen mit Duftspray eingesprüht. Die Frage – Warum? – hat er gleich mal überhört. Wir haben es auch bis zuletzt nicht herausgefunden, dachten uns aber, dass evtl. der Kammerjäger vor einiger Zeit da war. Kleine Mitbewohner hatten wir jedenfalls nicht, was diese These für uns bestärkte. Wie auch immer – wir waren erst mal angekommen und hatten offensichtlich eine schöne Bleibe gefunden. 🙂

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